​Die aktuelle Saison verläuft für den amtierenden Vizemeister FC Schalke 04 absolut desaströs. Statt erneut um den Einzug in einen internationalen Wettbewerb zu kämpfen, stecken die Königsblauen nach 26 Spieltagen mitten im Abstiegskampf. Um in Zukunft wieder oben anzugreifen, sollen die Knappen an dem Offensivspieler Ricardo Horta interessiert sein. Doch ist der Portugiese nicht doch eine Nummer zu groß?


Vor einem Jahr hätte es auf diese Frage wohl noch mehrere plausible Antworten gegeben. Schließlich konnten die Schalker damals ihre vermeintlichen Neuzugänge mit der Teilnahme an der Champions League ködern. Im Keller der Bundesliga versunken und nach der herben 0:7-Klatsche gegen Manchester City, haben die Schalker international aber zuletzt deutlich an Strahlkraft verloren.


Laut einem Bericht von A Bola sollen die Planungen für die kommende Saison dennoch auf Hochtouren laufen. Dabei soll Horta weiterhin im Fokus der Königsblauen stehen. Bereits ​Ex-Trainer Domenico Tedesco soll sich als großer Fan des Flügelflitzers geoutet und sich eine Verpflichtung zur kommenden Spielzeit gewünscht haben. Auch nach der Entlassung des jungen Fußballlehrers soll das Interesse der Schalker keineswegs erloschen sein.

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Ricardo Horta ist kaum vom Ball zu trennen



Vielmehr sollen die Kaderplaner des Traditionsvereins ihr Werben sogar noch intensiviert haben. Da der 24-jährige Mittelfeldspieler aber noch bis zum Sommer 2022 an seinen aktuellen Klub SC Braga gebunden ist, soll dem Bericht zufolge eine Ablösesumme von rund 15 Millionen Euro im Raum stehen.


Bereits diese Summe wäre für die Schalker angesichts der geringeren Einkünfte im kommenden Jahr kaum stemmbar. Darüberhinaus geht transfermarkt.de aktuell davon aus, dass die Ausstiegsklausel des Rechtsfuß tatsächlich noch deutlich höher ist und bei rund 25 Millionen Euro liegt.


Eine Verstärkung wäre der variabel einsetzbare Portugiese wohl mit Sicherheit. Schließlich ist Horta bei Braga unangefochtener Stammspieler und kann in der aktuellen Saison bereits 35 Pflichtspieleinsätze vorweisen. Liefert der Außenbahnspezialist auch in Zukunft weiter so ab, dürften sich in Bälde auch weitere internationale Klubs für ihn interessieren.

Jochen Schneider

Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider sucht nach Verstärkungen



Kommt es dabei zu einem Wettbieten zwischen mehreren Interessenten, hätten die Schalker wohl keine allzu gute Karten. Weder die sportliche Perspektive, noch die finanzielle Macht der Königsblauen dürfte mögliche Konkurrenten abschrecken und auch Horta selbst dürfte sich angesichts der aktuellen sportlichen Misere des Bundesligisten zwei mal überlegen, ob ein Wechsel ins Ruhrgebiet ein sinnvoller Karriereschritt wäre.


Gut möglich also, dass die Schalker in Zukunft erst einmal wieder kleinere Brötchen backen müssen, bevor sie sich wieder um Spieler von der Güteklasse eines Horta bewerben können. Dieser Umstand könnte über Umwege jedoch auch zum Vorteil werden, schließlich waren die Schalker einst bekannt für ihre starken Jugendspieler aus den eigenen Reihen.