Aktuell ist ​Eintracht Frankfurts Luka Jovic (21) eines der heißesten Transfer-Objekte auf dem internationalen Markt. Jetzt hat sich, wie eigentlich auch nicht anders zu erwarten war, ein weiteres Schwergewicht in den Poker um den Serben eingeschaltet.


Verbürgt war bislang das Interesse des ​FC Barcelona und der ​Münchener Bayern. Seit gestern ist der Kreis potentieller Abnehmer um einen prominenten Namen größer geworden: Jovic-Berater Fali Ramadani soll sich Angaben der Real-nahen Zeitung AS zufolge mit dem Generaldirektor der Königlichen, Jose Angel Sánchez, in der Ciudad Deportiva, dem Trainingsgelände der "Weißen" getroffen haben. 


Real-Verjüngung mit Luka Jovic?

Wirklich überraschen kann das Keinen. ​Real plant mit der zurückgeholten Real-Ikone Zinedine Zidane nicht weniger als eine Revolution und einen kompletten Neuanfang. Bei derartigen Vorhaben wird in der spanischen Hauptstadt traditionell eher geklotzt denn gekleckert. Zu tief sitzt der Stachel der Enttäuschung über die laufende Saison, die - da macht man sich beim Klub von der Avenida de Concha Espina gar nichts vor - titellos beendet wird. Zu wenig für Reals Ansprüche. Zu wenig, als dass man einfach so weiterwurschteln könnte. 


Die Zurückhaltung im letztjährigen Transferfenster, als auf den Weggang von Cristiano Ronaldo nicht entsprechend reagiert wurde, wurde Klub-Chef Florentino Perez bereits zur Genüge vorgeworfen. Und der Boss scheint verstanden zu haben. Nicht nur holte er Klub-Ikone Zidane wieder zurück. Er stattete ihn auch gleich mit einer Art Generalvollmacht aus, um den in die Jahre gekommenen Kader zu verjüngen. Dennoch sollen nach Angaben von Eintracht-Sportchef Bruno Hübner noch keine offiziellen Angebote eingegangen sein. 

Eintracht Frankfurt v 1. FC Nuernberg - Bundesliga

Steht bei der internationalen Prominenz auf der Einkaufsliste: Eintracht-Star Luka Jovic



Dies soll aber gemäß der in Barcelona erscheinenden Zeitung El Mundo Deportivo noch heute passieren. Das spanische Fachblatt will von einer Offerte der Bayern wissen, die diese noch am heutigen Freitag den Hessen vorlegen wollen. Genaue Zahlen wurden in diesem Zusammenhang aber keine gemacht. Die Katalanen selbst wiederum sollen - so will es der englische Guardian wissen - dabei sein, ein Angebot über 50 Millionen Euro vorzubereiten. Das wird aber wohl nicht reichen, denn die Frankfurter rufen für Jovic einen Preis zwischen 65 und 70 Millionen Euro auf. 


Kuriosum am Rande: Aktuell gehört der Spieler, rein formaljuristisch, immer noch Benfica Lissabon. Doch die Hessen handelten seinerzeit, als die Leihe des Spielers verhandelt wurde, eine extrem günstige Kaufoption aus: man spricht von "nur" sieben Millionen Euro (andere Quellen geben zwölf Millionen an, was immer noch vergleichsweise sehr günstig wäre). Es wird erwartet, dass die SGE diese Option zeitnah ziehen wird. Um dann mit dem Spieler ein richtig dickes Geschäft zu machen. Wo immer es Jovic am ​Ende hinziehen mag: für die Eintracht wird er wohl am Ende dieser Saison die längste Zeit gespielt haben.