​Im Januar sorgten die ​Kaderplaner des 1. FC Köln mit der ​Verpflichtung von Johannes Geis durchaus für eine Überraschung. Zuvor hatte der Mittelfeldspieler bei seinem Ex-Klub FC Schalke 04 schließlich überhaupt keine Rolle gespielt und konnte kaum Spielpraxis vorweisen. Da der spielstarke Sechser bei den Geißböcken bislang aber zu überzeugen wusste, könnte sich eine längerfristige Zusammenarbeit anbahnen.


Das aktuelle Arbeitspapier des 25-Jährigen läuft bereits zum Saisonende aus. Dabei wurde mit dem kurzfristigen Vertrag der stagnierenden Entwicklung des einstigen Ausnahmetalents Rechnung getragen. Die Verantwortlichen der Kölner machen nun aber keinen Hehl daraus, dass sie den gebürtigen Schweinfurter gerne länger in ihren Reihen hätten.

Johannes Geis,Christopher Buchtmann

Johannes Geis konnte sich beim Effzeh schnell einfinden



Gegenüber dem Express setzte Trainer Markus Anfang zu einer regelrechten Lobeshymne auf den defensiven Mittelfeldspieler an. "Wenn man jetzt ein Fazit zieht, würde ich sagen, dass es sich für uns schon gelohnt hat. Und für ihn auch", so die warmen Worte des 44-jährigen Fußballlehrers. Die lobende Worte sind dabei wenig überraschend, schließlich kam Geis unter Anfang seit seiner Ankunft in der zweiten Liga stets über die volle Distanz zum Einsatz.


In sieben Spielen für den Traditionsverein war der ehemalige Schalke-Profi dabei bereits an starken fünf Treffern des Aufstiegsaspiranten beteiligt und überzeugte unter anderem durch seine präzisen Standards. Zwischenzeitlich musste Geis dabei sogar in der Innenverteidigung aushelfen, fühlt sich in der Mittelfeldzentrale aber sichtlich wohler. 


Neben seiner Qualität bei ruhenden Bällen schätzt sein Coach auch die Fähigkeit seines Winter-Neuzugangs, Ruhe ins Spiel der Kölner zu bringen. Auch ​Sportchef Armin Veh ist mit den bisherigen Leistungen des zentralen Mittelfeldspielers komplett zufrieden. "Es ist eingetreten, was wir uns von ihm erhofft haben", so der erfahrene Funktionär. 

Markus Anfang

Markus Anfang konnte zu seinem Neuzugang schnell eine gute Verbindung aufbauen



Auch der Spieler selbst deutete unlängst bereits an, dass er sich einen Verbleib beim aktuellen Zweitligisten durchaus vorstellen könnte und bedankte sich für die erhaltene Chance. Klar ist jedoch, dass sich der ehrgeizige Mittelfeldakteur in Zukunft wieder in der Bundesliga sieht. Da dies jedoch auch das Ziel des Effzeh ist, sieht Anfang darin keineswegs ein Problem.


Vielmehr zeige diese Ambition, dass Klub und Spieler auf einer Wellenlänge funken. "Geisi ist in einer ähnlichen Situation wie der Verein. Er will in die Bundesliga, der FC will in die Bundesliga, also ist es eine Win-Win-Situation für beide. Wir sind da zusammen auf einem guten Weg", so der Cheftrainer.