​Mit ​RB Leipzig und ​RB Salzburg konnte Red Bull in Europa bereits einen bleibenden Eindruck hinterlassen. In Brasilien konnte der Ableger Red Bull Brasil bislang jedoch kaum Akzente setzten. Die Bosse des österreichischen Unternehmens planen daher die Übernahme eines weiteren brasilianischen Klubs.


Dabei handelt es sich um den bislang noch recht beschaulichen Verein CA Bragantino, dem 2018 der Aufstieg in die zweithöchste Spielklasse des Landes gelungen war. Gegenüber dem Rediosender Radio 102 FM, Bragança Paulista bestätigte Klubpräsident Marquinhos Chedid bereits, dass man mit dem Brausehersteller über ein Investment verhandle.

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Der bisherige Brasilien-Ableger Red Bull Brasil spielt in der vierten Liga 


Dabei kann der Zweitligist laut dem Vereins-Boss auf einen Geldsegen von rund 45 Millionen US-Dollar hoffen. Darüberhinaus sieht es aktuell danach aus, dass der Weltkonzern auf eine Umbenennung des Vereins verzichten wird. Mithilfe des neuen Geldgebers will der Funktionär mit seinem Verein Großes bewegen.


"Red Bull hat zwei Formel 1-Teams und drei internationale Teams. In einigen Jahren sind wir, so Gott will, in der Copa Sudamerica und vielleicht sogar in der Copa Libertadores", so der 61-Jährige. Gegenüber uol.com führte der Brasilianer die Beweggründe weiter aus und sprach von einer richtungsweisenden Entscheidung: "Bragantino steht vor der Entscheidung, ob es ein kleiner Klub wird und vielleicht völlig verschwindet oder ob es ein großer Verein wird. Die Chance, die wir haben, ist einmalig."

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Ralf Rangnick würde sich über weitere RB-Ableger freuen


Bis Ende März beziehungsweise Anfang April soll der Deal unter Dach und Fach gebracht werden. Noch sollen die Verantwortlichen von Red Bull jedoch noch keine endgültige Entscheidung getroffen haben. Von der Zusammenarbeit könnte auch der deutsche Ableger RB Leipzig profitieren, schließlich prangerte Sportdrirektor ​Ralf Rangnick unlängst an, dass Red Bull bislang zu wenige aussichtsreiche brasilianische Talente hervorgebracht habe.


Im Gegensatz zu den Regularien in Europa, die den Vereinswechsel zwischen den beiden zuvor noch enger verknüpften Partnerklubs aus Leipzig und Salzburg in Zukunft noch drastischer kontrollieren sollen, können die RB-Klubs mit ihren Ablegern in Brasilien und New York nach Herzenslust kooperieren.