Viele Anhänger des ​1. FC Köln äußerten des Öfteren den Wunsch, dass CDU-Politiker Wolfgang Bosbach der neue Klubs-Präsident wird. Nun bringt ein Ex-Kölner nochmal frischen Wind in die Thematik.


Das Gerücht, Bosbach würde in die Chefetage beim Karnevalsklub einsteigen, kursierte schon eine Weile, doch Christoph Daum goss in seinem Bild-Interview noch einmal Öl ins Feuer. "Aus meiner Sicht der ideale Präsident für die FC-Zukunft", sprach sich der zweimalige Effzeh-Trainer (1986-1990; 2006–2009) für eine Kandidatur Bosbachs aus. 


Für noch größeres Aufsehen sorgte jedoch Bosbachs Antwort darauf, denn er wehrte sich nicht gegen die Aussagen, sondern zeigte sich dem Thema nicht abgeneigt. "Über die freundlichen Worte von Christoph Daum freue ich mich natürlich sehr, aber ich selber halte mich bei diesem Thema total zurück. Die Verantwortung liegt jetzt in erster Linie beim Mitgliederrat, der sich seine personellen Empfehlungen sicherlich sehr gut überlegen wird. Das Wichtigste ist eine stabile sportliche und wirtschaftliche Zukunft des FC, nicht die Frage wer was werden will", erklärte der 67-Jährige der Bild-Zeitung äußerst diplomatisch.


Bosbach lange im Bundestag aktiv


Bosbach war von Februar 2000 bis November 2009 stellvertretender Vorsitzender der Bundestagsfraktion der Union und von November 2009 bis Juli 2015 Vorsitzender des Innenausschusses des Deutschen Bundestages. 2016 gab er bekannt, nicht mehr für den Bundestag kandidieren zu wollen. Die Überlegung wäre, dass Bosbach als Nachfolger von Werner Spinner, ​der vergangene Woche aufgrund von Differenzen innerhalb des Vereins zurückgetreten war, zusammen mit Toni Schumacher und Markus Ritterbach den Effzeh-Vorstand bildet. Denn ein Vorstandsteam müsste ihn sowieso erst einmal vorschlagen, damit er als Präsident überhaupt infrage kommt. Schumacher und Ritterbach wären dafür prädestiniert, denn sie waren es, die den Politiker als Beirat zum 1. FC Köln holten.