Peter Bosz, seit Januar Trainer von​ Bayer 04 Leverkusen, spricht in einer Presserunde über die Leistungsträger in seiner Mannschaft. Der Coach hofft, alle seine DFB-Stars noch mindestens ein weiteres Jahr in Leverkusen halten zu können.


„Ich glaube, dass alle drei noch nicht fertig sind. Daher hoffe ich, dass sie alle drei gemeinsam noch mindestens ein Jahr bleiben. Aber als Trainer kann man nur hoffen, nicht bestimmen", erzählt Bosz im Gespräch über seine Profis Julian Brandt, Jonathan Tah und Kai Havertz. Von dem Trio begann jeder in seinen Teenagerjahren seine Karriere in Leverkusen, Havertz durchlief den Junioren-Bereich der Werkself sogar bereits seit seinem elften Lebensjahr. Trotz des jungen Alters der drei Akteure, sind sie bereits zu Leistungsträgern in der Mannschaft avanciert. Deshalb hoffen die Leverkusener jeden von ihnen noch weitere Jahre im Verein halten zu können. Havertz (19 Jahre) besitzt einen Vertrag bis 2022, Brandt (22) bis 2021 und Tahs (23) Arbeitspapier endet sogar erst 2023. Eine Verlängerung scheint zwar unwahrscheinlich, doch jeder von ihnen könnte mindestens noch ein Jahr bei Bayer bleiben und anschließend immer noch für gutes Geld verkauft werden.


Bosz schwärmt von seinen Schützlingen und glaubt, dass sie sich im Verein wohlfühlen. „Es wird viel über eine Ausstiegsklausel bei Julian spekuliert. Die anderen beiden betrifft das nicht, bei ihnen bestimmt der Verein. Aber Julian hat Spaß bei uns und das ist ihm ganz wichtig", berichtet der 55-Jährige. Auch er selbst hat sich schnell in Leverkusen eingelebt und konnte dem Team direkt seine Spielweise einimpfen. „Es gab von Anfang an intern keine Frage nach der Spielweise. Ich brauchte bei Bayer keinen Spieler zu überzeugen, sie haben das direkt aufgesogen. Es macht mir Spaß, mit ihnen zu arbeiten, weil sie alle lernen wollen,“ so der Bayer-Coach.

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Mittlerweile auch im DFB-Team angekommen: Havertz (l.), Brandt (2. v. l.) und Tah (r.)


Alle drei Spieler waren in der vergangenen Woche im Kader der deutschen Nationalmannschaft vertreten. Das Trio sammelte Einsatzminuten ​im Freundschaftsspiel gegen Serbien, Havertz durfte eine Halbzeit ran, Brandt 56 Minuten und Tah konnte sogar durchspielen. Nun geht es am Freitag um 20.30 Uhr für die Werkself direkt in der Bundesliga gegen die ​TSG Hoffenheim. Beide Klubs trennen nur vier Punkte, daher ist ein Sieg im Kampf um die internationalen Plätze immens wichtig.