Serge Gnabry spielte fünf Jahre lang in den Farben des FC Arsenal, bevor er 2016 in die Bundesliga nach Deutschland zurückkehrte. Angesichts seiner Entwicklung trauern dem 23-jährigen Nationalspieler nun viele Fans der Gunners hinterher. 


Keine 16 Jahre war Serge Gnabry alt, als er 2011 nach England in die Jugendakademie des Premier-League-Topklubs ​FC Arsenal wechselte. Der gebürtige Stuttgarter wurde schon damals als riesiges Talent gehandelt und entwickelte sich in den Jugenden des Londoner Erstligisten prächtig. Nur für die erste Mannschaft reichte es unter Arsène Wenger höchst selten. Nur 18 Liga-Spiele im Arsenal-Trikot später kehrte der damalige U-Nationalspieler Deutschlands für unglaublich günstige fünf Millionen Euro in sein Heimatland zurück. 

FBL-ENG-FACUP-ARSENAL-TOTTENHAM

In 18 Einsätzen für Arsenal erzielte Serge Gnabry ein Tor


Die Ausbildung in England zahlte sich dennoch gleich aus: Sowohl bei ​Werder Bremen als auch der ​TSG 1899 Hoffenheim, zu der Gnabry nach seinem Wechsel zum großen ​FC Bayern zunächst ausgeliehen wurde, avancierte er bald zum absoluten Leistungsträger. Nachdem er sich in der laufenden Saison dann auch beim Rekordmeister regelmäßig empfahl, war der nächste Schritt in der Nationalmannschaft nur noch eine Frage der Zeit. Mit seiner gestrigen ​Leistung gegen die Niederlande erhob der Wahl-Münchner nun endgültig Anspruch auf eine zentrale Rolle in der neu formierten Nationalelf. Mit seinem Tor, aber auch jedem gewonnenen Sprintduell und seinen feinen Dribblings streut der 23-jährige Linksaußen ein wenig mehr Salz in die Wunde, die sein Abgang beim FC Arsenal hinterlassen hat. 


Auf Twitter meldeten sich am gestrigen Abend zahlreiche Unterstützer der Gunners, die ihren ehemaligen Top-Trainer angesichts der Entwicklung Gnabrys nachträglich verfluchen. Insbesondere, dass der französische Übungsleiter sich seinerzeit für Alex Iwobi und Theo Walcott stark gemacht hatte, die dem deutschen Nationalspieler leistungstechnisch in seiner aktuellen Verfassung nicht das Wasser reichen können, scheint die Arsenal-Fans dabei zu schmerzen. 


Der Bayern-Profi wird sich über die Anerkennung der Supporter seines Ex-Klubs freuen und versuchen, Arsène Wengers Entscheidung auch zukünftig fragwürdig erscheinen zu lassen. 

​​