​Bruno Labbadia wird zwar nur noch bis Juni als Trainer des ​VfL Wolfsburg arbeiten, hat aber jetzt bekräftigt, im Sommer direkt den nächsten Klub übernehmen zu wollen. Allerdings muss das Angebot passen. 


"Ich fühle mich total frisch. Ich kann mir sehr gut vorstellen, sofort weiterzuarbeiten", sagte Bruno Labbadia der Bild am Sonntag. Der 53-Jährige will lieber gleich ein neues Team übernehmen, um in der Saisonvorbereitung noch Einfluss nehmen zu können. 


Jedes neue Angebot will Labbadia indes nicht annehmen. "Es kommt am Ende auf das Gefühl an. Das muss stimmen", sagte er. Auch ein unterklassiger Verein oder eine Aufgabe als Nationaltrainer sei vorstellbar. "Wenn nichts Geeignetes kommt, dann werde ich erst mal das Leben mit meiner Familie genießen."


Kein Kommentar zu Schalke-Gerüchten


In den letzten Wochen waren ​Spekulationen aufgekommen, wonach der FC Schalke 04 ab Juli an Labbadia interessiert sei. Zu den Gerüchten wollte sich der Wolfsburg-Coach nicht äußern. 


Obwohl Wolfsburg unter Labbadia bisher eine starke Saison spielt, hatte der Trainer vor eineinhalb Wochen ​offiziell verkündet, seinen auslaufenden Vertrag bei den Niedersachsen nicht verlängern zu wollen. 


Auf der Homepage des Klubs erklärte Labbadia jüngst: "Eine weitere Zusammenarbeit wäre für den VfL nur zielführend und sinnvoll, wenn ein konsequenter fachlicher Austausch zwischen den sportlichen Verantwortlichen über die gesamte Saison gegeben wäre. Da unsere Vorstellungen nicht zu 100 Prozent übereinstimmen, habe ich für mich diesen Entschluss gefasst."


Im Bild am Sonntag-Interview wollte Labbadia nicht auf das angeblich schwierige Verhältnis zwischen ihm und Geschäftsführer Jörg Schmadtke eingehen. Dies sei kein Thema für die Öffentlichkeit, betonte Labbadia. Die Trennung sei "ein normaler Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Ablauf gewesen". 


Am 20. Februar 2018 hatte Labbadia als Trainer in Wolfsburg übernommen und den früheren Mainz-Coach Martin Schmidt beerbt. Im Mai hatte Labbadia die Wölfe erst dank zwei Siegen in der Relegation gegen den Zweitligisten Holstein Kiel (3:1, 1:0) vor dem Abstieg bewahrt. In der laufenden Spielzeit liegt Wolfsburg in Schlagdistanz zu den Europa-League-Rängen. Acht Spieltage vor Saisonende beträgt der Rückstand auf den Sechsten Bayer Leverkusen nur zwei Tore.