Luka Jovic beherrscht regelmäßig die Schlagzeilen - und das aus gutem Grund. Der Torjäger von Eintracht Frankfurt knipste beim 1:1 gegen Deutschland auch im Dress der serbischen Nationalmannschaft und soll vor allem im Fokus des FC Barcelona stehen. Die Katalanen machen offenbar ernst, weshalb sich auch Nationaltrainer Mladen Kristajic zu den jüngsten Spekulationen äußerte und seinem Schützling den Sprung nach Spanien zutraut.


​Es gibt wohl kaum einen Spieler, der im anstehenden Transfersommer so begehrt sein wird wie Luka Jovic. Der 21-Jährige feierte in dieser Saison seinen endgültigen Durchbruch, erzielte bislang in 36 Einsätzen für Eintracht Frankfurt 22 Tore und sticht im Angriffstrio der Hessen aufgrund seiner Kaltschnäuzigkeit vor dem gegnerischen Tor heraus.


Allen voran der FC Barcelona soll ein Auge auf das Sturm-Juwel geworfen haben, das rein formell noch von Benfica Lissabon an die Eintracht verliehen ist. Die Verantwortlichen werden jedoch die Kaufoption in Höhe von sieben Millionen Euro ziehen - ob Jovic dann über den Sommer hinaus bleiben wird oder eine stolze Millionensumme in die Kassen spült, ​ließ Sport-Vorstand Fredi Bobic im Februar offen

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   Luka Jovic zu halten wäre ein riesiges Signal der Verantwortlichen - doch wie hoch sind die Chancen auf einen Verbleib?


Die Katalanen sollen den Angreifer bereits seit Monaten beobachten, beim 1:0-Erfolg in der Europa League bei Inter Mailand wurden laut Bild Sportdirektor Eric Abidal und Manager Pep Segura auf der Tribüne gesichtet. Jüngsten Medienberichten zufolge biete der Tabellenführer der Primera Division eine Ablösesumme von ​50 Millionen Euro, doch die Eintracht verlange zwischen 65 und 70 Millionen Euro.


Nichtsdestotrotz habe man bereits einen Vermittler im Auge, der bei der Abwicklung des Transfers helfen soll: Patrick Falk. Der 39-Jährige spielte von 1988 bis 1997 in der Jugendabteilung der Eintracht, ist heute als Spielerberater tätig und soll als Mittelsmann zwischen beiden Vereinen dienen.


Kristajic vergleicht Jovic mit Suarez: "Zu jedem Zeitpunkt gefährlich"


In Barcelona soll Jovic mittelfristig Luis Suarez ersetzen. Der Uruguayer trifft noch immer regelmäßig und steht in der laufenden Spielzeit bei 21 Toren und elf Torvorlagen, doch einerseits mangelt es nach den Abgängen von Paco Alcácer und Munir El-Haddadi an Alternativen auf der Bank und andererseits endet der Vertrag des 32-Jährigen im Sommer 2021.

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  Noch führt kein Weg an Luis Suarez (l.) vorbei - doch Jovic könnte schon bald seine Nachfolge beim FC Barcelona antreten


Serbiens Nationaltrainer Mladen Kristajic, der Jovic gemeinsam mit Filip Kostic für den WM-Kader im vergangenen Sommer nominierte, traut dem 21-Jährigen die Rolle als Suarez-Nachfolger zu - unter anderem, weil er selbst wie der Uruguayer spiele: "Ich würde ihn vielleicht mit Barcelonas Luis Suarez vergleichen. Er ist ein klassischer Torjäger, mit sehr guter Ballbehandlung und großem Spielverständnis. Er ist mutig und zu jedem Zeitpunkt gefährlich, weil er immer auf seine Chance lauert – und schon die kleinste Unachtsamkeit seiner Gegenspieler ausnutzt", lobte er seinen Schützling im Interview mit ​t-online


Auch ihn habe die rasche Entwicklung überrascht: "Jovic hat sich viel schneller an den Fußball der Bundesliga angepasst, als es wohl viele erwartet haben." Aufgrund seiner Rolle als Nationaltrainer äußerte sich Kristajic jedoch diplomatisch zur Zukunft seines Torjägers: "Er soll sich weiter so großartig entwickeln, dann werden er und Frankfurt gemeinsam die richtige Entscheidung treffen. Davon bin ich überzeugt. Ich kann nur sagen: Natürlich wünsche ich mir für ihn nur das Beste und den größtmöglichen Erfolg, und es ist klar, dass er enormes Potenzial hat. Er kann Großes erreichen."