Vor einer Woche gab Real Madrid bereits eine Verpflichtung zur neuen Saison bekannt: Nach nur einem Jahr beim FC Porto wechselt Innenverteidiger ​Eder Militao für stolze 50 Millionen Euro in die spanische Hauptstadt. Die Königlichen versprechen sich viel vom brasilianischen Abwehr-Juwel, doch was macht ihn so teuer?


Mal wieder schafft ein brasilianisches Nachwuchstalent den Sprung zu Real Madrid. Nachdem im vergangenen Jahr bereits Vinicius Junior zu den Blancos wechselte, wird sich Eder Militao im Sommer dem 13-fachen Champions-League-Sieger anschließen. 


Der Defensivspezialist ist in der Innenverteidigung zuhause, kann aber auch als Rechtsverteidiger eingesetzt werden. Ausgebildet wurde Militao beim FC Sao Paulo, erst im vergangenen Sommer verpflichtete der FC Porto den brasilianischen Nationalspieler, der im September debütierte, für sieben Millionen Euro.


Viel Anlaufzeit brauchte er in Europa nicht: Auf Anhieb fand er seinen Platz in der Viererkette von Sérgio Conceicao und bildete gemeinsam mit Landsmann Felipe das Duo in der Innenverteidigung. Nach der Verpflichtung von Routinier Pepe im Januar rückte er allerdings auf den Posten des Rechtsverteidigers, wo er ebenfalls auf sich aufmerksam machen konnte.

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Dass Real Madrid bei Militao schon jetzt zugeschlagen hat, ist alles andere als Zufall       



Dabei interpretiert Militao seine Rolle offensiv, verkörpert somit den modernen Außenverteidiger. Doch auch als Innenverteidiger ist er torgefährlich, weshalb er in dieser Saison bereits vier Treffer erzielte und zwei weitere Vorlagen lieferte.


Mittelfristig gesehen soll er Kapitän Sergio Ramos ersetzen, der zwar immer noch einige Jahre auf hohem Niveau spielen kann, mit seinen 32 Jahren allerdings zu den älteren Spielern der Königlichen zählt. Bereits jetzt zählt er als reifer Spieler, der sich nur selten aus der Ruhe bringen lässt. Militao klärt selbst unter höchstem Druck, hat ein gutes Gespür in Zweikämpfen und kann das Spiel schon jetzt sehr gut lesen. Zudem macht ihn sein Positionsspiel in der Abwehrreihe des FC Porto so wertvoll.


Auch Manchester United und der FC Liverpool sollen den 21-Jährigen beobachtet haben, doch seine Zukunft wird bei Real Madrid liegen. Zwar dürfte er nicht auf Anhieb zu den Stammspielern gehören, doch die hohe Ablösesumme von 50 Millionen Euro beweist, dass die Königlichen diesen Transfer keinesfalls ohne Hintergedanken unter Dach und Fach gebracht haben.