In den vergangenen Jahren griffen die Verantwortlichen von Eintracht Frankfurt bei Transfers nicht allzu tief in die Tasche. Neben Investitionen im einstelligen Millionenbereich setzten Sport-Vorstand Fredi Bobic & Co. auf ablösefreie Transfers und einige Leihgeschäfte, von denen einige als voller Erfolg zu bezeichnen sind. Insgesamt fünf Leihspieler wollen die Hessen fest verpflichten, doch bei zwei von ihnen könnte dieser Schritt eine kostspielige Angelegenheit darstellen.


Schon das Beispiel Ante Rebic zeigt das glückliche Händchen, das die sportliche Führung der SGE zuletzt immer wieder bewies. Der Kroate wechselte in den Jahren 2016 und 2017 für je ein Jahr auf Leihbasis nach Frankfurt, beim zweiten Mal sicherte sich der Verein eine Kaufoption über zwei Millionen Euro. Mittlerweile ist Rebics Wert auf stolze 35 Millionen Euro gestiegen (transfermarkt.de), die Vertragsverlängerung bis 2022 wurde vor Saisonbeginn als großer Erfolg gefeiert.


Derzeit sind mit Luka Jovic, Filip Kostic, Martin Hinteregger, Sebastian Rode und Kevin Trapp fünf Akteure von anderen Klubs ausgeliehen. Während mit Allan bereits ein anderer Leihspieler vorzeitig verabschiedet wurde, soll der Rest auch über den Sommer hinaus gehalten werden.

Adi Hutter,Luka Jovic

Luka Jovic (r.) wird im Sommer definitiv unter Vertrag genommen - allerdings stehen bereits einige Top-Klubs Schlange



Sowohl bei Jovic als auch bei Kostic stehen keine hartnäckigen Verhandlungen mit Benfica Lissabon und dem Hamburger SV an. Die Eintracht sicherte sich in beiden Fällen eine Kaufoption, von der man in jedem Fall Gebrauch machen wird: So wird ​Jovic sieben Millionen Euro kosten, während Kostic - dessen Leihvertrag noch bis Sommer 2020 läuft, weshalb die Kaufoption voraussichtlich erst dann gezogen wird - dem Vernehmen nach für 6,5 Millionen Euro verpflichtet wird.


Poker um Hinteregger und Trapp


Etwas teurer wären aller Voraussicht nach die Transfers von Hinteregger und Trapp. Innenverteidiger Hinteregger wechselte im Sommer 2016 für neun Millionen Euro von Red Bull Salzburg zum FC Augsburg, sein derzeitiger Marktwert beläuft sich auf zehn Millionen Euro. Bei der Eintracht blüht der Österreicher auf, gehört fest zum Stammpersonal und könnte demnach für eine niedrige zweistellige Millionensumme an den Main wechseln. Für den FCA wäre ein Verkauf ​nach den jüngsten Aussagen Hintereggers ohnehin die beste Entscheidung. 

Martin Hinteregger

  Für Martin Hinteregger gibt es kein Zurück mehr: Der Innenverteidiger will in Frankfurt bleiben, ein Transfer könnte allerdings teuer werden



Trapp, der noch bis Sommer 2020 bei Paris St. Germain unter Vertrag steht, würde wohl besonders in puncto Gehalt der teuerste Neuzugang werden. An der Seine soll der Torhüter fünf Millionen Euro pro Jahr verdienen, weshalb er möglicherweise Abstriche machen muss, sollte er sich für eine endgültige Rückkehr nach Frankfurt entscheiden. Laut Bild verlangt PSG eine Ablösesumme über gut acht Millionen Euro.


Schnäppchen Rode


Günstig wäre derweil die Verpflichtung von Sebastian Rode. Der zentrale Mittelfeldspieler, der im Januar zur SGE zurückkehrte, gehörte von Anfang an wieder zum Stammpersonal, fühlt sich in seiner Heimat wohl und will auch über den Sommer hinaus bleiben - was innerhalb des Vereins auf Gegenseitigkeit beruht. Bei Borussia Dortmund spielt er keine Rolle mehr, weshalb der BVB ihm keine Steine in den Weg legen wird. Kolportiert wird eine Ablösesumme im ​niedrigen einstelligen Millionenbereich, weshalb diese schätzungsweise bei 3,5 Millionen Euro - oder unter Umständen noch niedriger - liegen könnte.