DAZN-Experte André Voigt besuchte mit seiner Familie am gestrigen Abend das Länderspiel zwischen Deutschland und Serbien. Wieder zu Hause angekommen, nahm er ein tränenreiches Video auf. Das Thema: Fremdenhass von vermeintlichen Fußballfans.


Eigentlich ist André Voigt Basketball-Experte. Eigentlich äußert 'Dre' sich öffentlich vor allem zu Dirk Nowitzki, LeBron James und der NBA und verfolgt den Fußball nur privat. Nach dem gestrigen Besuch des ​Länderspiels zwischen Deutschland und Serbien nahm er dann bei Facebook ein emotionales Live-Video auf. Darin berichtet er vom Besuch des Spiels mit seiner Familie - unter anderem seiner zweijährigen Tochter - und davon, wie das Stadionerlebnis kippte, als betrunkene Nazis begannen, schlimmstes rassistisches Vokabular zu verwenden. 

Wie der Gründer des Basketball-Magazins FIVE unter Tränen berichtet, hätten drei Männer in der Reihe hinter ihm im Verlaufe des Spiels und unter Alkoholeinfluss begonnen, insbesondere die Nationalspieler ​Leroy Sané und Ilkay Gündogan von ​Manchester City mit rassistischen Kommentaren zu bedenken: "Immer wenn Leroy Sané am Ball war, war vom Neger die Rede oder vom Affenmenschen. Und immer wieder Neger, Neger, Neger, Neger." Gündogan sei lediglich als "der Türke" bezeichnet worden, auch seien weitaus schlimmere Begriffe gefallen, die der Journalist nicht ausspricht. 


Empört zeigt sich der DAZN-Experte aber nicht nur über das Verhalten der drei Betrunkenen. Auch dass von den Umstehenden außer ihm niemand reagiert habe, als die Herren fortfuhren, die Rückkehr des dritten Reichs zu fordern, wühlt Voigt sichtlich auf: "Keiner hat irgendwas gesagt. Es ging mit Heil Hitler weiter. Und: Wir brauchen wieder einen kleinen Österreicher." 'Dre' sei sich bewusst gewesen, dass es Menschen mit solchem Gedankengut gibt, doch im Abstand von einem "halben Meter" und mit seiner Tochter im Schlepptau habe er Derartiges noch nie erlebt. 

Der DFB versucht laut BILD-Informationen inzwischen, die Sitzplätze der Rassisten zu finden. Voigt selbst wird das allerdings wenig helfen. Am heutigen Mittag meldete der Reporter auf seinem Twitter-Account, er habe die Nachrichten-Funktion deaktiviert, nachdem seiner - noch immer zweijährigen - Tochter in Hass-Mails Vergewaltigung angedroht worden war.