​Nach der ​viel diskutierten Ausbootung der drei ​Bayern-Stars Jérôme Boateng, Mats Hummels und Thomas Müller aus der Nationalmannschaft, rätselt man teils immer noch über die Gründe. Bei Boateng gibt es nun Anzeichen dafür, dass seine Karriere beim DFB schon im letzten Jahr vor dem Aus stand. Ein Streit um seinen Physio-Trainer soll dafür der Grund sein.


Nationaltrainer Joachim Löw führte vorrangig sportliche Gründe für die Nicht-Nominierung der Bayern-Stars an. So müssen die drei Akteure das erste Testspiel am ​Mittwochabend gegen Serbien von zuhause aus verfolgen. Doch bei Boateng scheint sich das Aus schon im letzten Jahr angedeutet zu haben.


Laut der Sport Bild kam es bereits im Oktober zu einem Disput mit Manager Oliver Bierhoff. Dabei ging es um einen Physiotherapeuten, der Boatengs erlittene Muskelbeschwerden behandeln sollte. Boatengs Favorit, Christian Huhn, war aber seit dem Sommer nicht mehr Teil der Nationalmannschaft und so war Bierhoff erzürnt, dass er sich trotzdem an ihn wandte und deswegen extra nach München reiste, um sich dort behandeln zu lassen.

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Boateng kam gegen die Niederlande zu seinem vorerst letzten Länderspiel



Im Nachhinein wirkte es so, dass Boateng absichtlich das darauffolgende zweite Länderspiel verpassen wollte. Allerdings schlug die Behandlung unter Huhn sehr schnell an und er konnte nach zwei Tagen schon wieder trainieren. Das Länderspiel gegen Frankreich verpasste Boateng trotzdem. Somit kamen viele unglückliche Zufälle zusammen.


Dass Boateng schon kurz darauf im November nicht mehr nominiert wurde, lässt sich aus der Posse um seinen Physio schließen. Damals soll ihm Löw allerdings eine erneute Nominierung im nächsten Jahr, also 2019, zugestanden haben. Doch nun kam das große Aus und die Ausbootung schlug große Wellen. 


Im Nachhinein könnte es allerdings bei allen Spielern die jeweiligen Gründe gegeben haben, ob nachvollziehbar oder nicht. Ein enttäuschendes Aus ist es für den 76-fachen Nationalspieler aber allemal. Vor allem das letzte Jahr lief für Boateng mehr als durchwachsen. Um sich noch einmal Hoffnungen auf eine Nominierung zu machen, müsste er sich beim FCB noch einmal steigern und die so konstante Leistung der letzten Jahre bringen.