​Der ​FC Schalke 04 ging vor einem Jahr eine Kooperation mit dem chinesischen Klub Hebei Fortune ein. Sie soll zur Förderung junger chinesischer Spieler, im Stile der Leistungszentren in Deutschland, beitragen. Doch nun steht das Projekt vor dem Scheideweg. 


Alexander Jobst, Vorstandsmitglied bei den Knappen, fliegt aus zwei Gründen nach Shanghai: Zunächst nimmt er an der Eröffnung des ersten China-Büros der Königsblauen teil. Anschließend muss der 54-Jährige in der einjährigen Zusammenarbeit mit dem chinesischen Erstligisten Hebei Fortune die Fronten klären. Der Achtplatzierte der Chinese Super League soll nicht zufrieden mit der Arbeit der Trainer und Scouts des S04 sein. Deshalb ist der Klub den Schalkern die zweite Jahres-Rate des 30-Millionen-Euro-Deals schuldig geblieben. 


Die Königsblauen sehen jedoch keinen Grund für die Vorwürfe, da aber die komplette Vereinsführung von Hebei Fortune vor ein paar Monaten gewechselt hat, muss Jobst nun in einem persönlichen Gespräch die Weiterführung der Kooperation verhandeln. 


Die Schalker kämpfen nach der 0:1-Pleite gegen RB Leipzig ​bei dem Debüt von Trainer Huub Stevens weiterhin um den Klassenerhalt in der Bundesliga. Aufgrund des Verpassen der internationalen Plätze ist jede weitere Einnahmequelle willkommen, um den Kader auch in der nächsten Saison weitestgehend zu halten und für einen Angriff auf die oberen Tabellenplätze zu verstärken.