Auf sportlicher Ebene verläuft die aktuelle Spielzeit für den ​FC Schalke 04 zwar ​extrem enttäuschend. Zumindest in wirtschaftlicher Hinsicht konnte der Traditionsverein nun aber zur Abwechslung auch einmal für positive Schlagzeilen sorgen. So können die Knappen auf das erfolgreichste Geschäftsjahr der Vereinshistorie zurückblicken.​


Wie die Königsblauen öffentlich bekanntgaben, wurde das Geschäftsjahr 2018 mit einem Rekordumsatz von 350,4 Millionen Euro abgeschlossen. Damit konnte man den bisherigen Bestwert aus dem Jahr 2016 um mehr als 85 Millionen Euro toppen. Im Vorjahr hatten die Schalker lediglich einen Umsatz von 240 Millionen Euro vermelden können.

Peter Peters

Peter Peters sieht den FC Schalke 04 finanziell gut aufgestellt



Finanzchef ​Peter Peters blickte daher nicht ohne Stolz auf die wirtschaftlichen Entwicklungen beim Revierklub. "Zahlen sind immer Momentaufnahmen. Sie haben Vergangenheit und Zukunft. Wir haben im abgelaufenen Geschäftsjahr Meilensteine erreicht, die beeindruckend sind", so der 56-Jährige laut der WAZ. Gleichwohl betonte der Funktionär, dass er in der kommenden Spielzeit lieber schlechtere Zahlen präsentieren würde, wenn man im Gegenzug wieder mehr sportlichen Erfolg hätte.


Da der amtierende Vizemeister derzeit in akuten Abstiegsnöten steckt, werden die Schalker für die kommenden Saison auch einen Eintrag für die zweite Liga stellen. "Es gibt einen Parallelplan für die 2. Liga. Die Zahlen werden wir abgeben, aber wir gehen davon aus, dass wir die Klasse halten", so Peters. Für das Jahr 2019 planen die Schalker ohnehin mit einem deutlich geringeren Umsatz, schließlich werden die Einnahmen aus der Teilnahme an einem europäischen Wettbewerb wegfallen.


Insgesamt belaufen sich die Verbindlichkeiten des Traditionsklubs auf 219 Millionen Euro und sind somit im Vergleich zum Vorjahr um neun Millionen Euro gestiegen. Dieses Minus sei jedoch auf die erfolgreiche Finanzierung des Bauvorhabens Berger Feld II zurückzuführen. Den Fans der Knappen soll angesichts dieser Zahlen daher nicht Angst und Bange werden. "Ich habe immer gesagt, ein eingetragener Verein braucht Verbindlichkeiten. Das ist nichts Schlechtes. Schlecht ist nur, wenn man den Verbindlichkeiten keine Werte gegenüberstellen kann", so Peters.