​Der ​FC Bayern München hat am Sonntagabend den nächsten Bundesliga-Kantersieg gefeiert. Vor heimischem Publikum fertigte der deutsche Rekordmeister den ​1. FSV Mainz 05 mit 6:0 ab und schob sich damit in der Tabelle wieder an ​Borussia Dortmund vorbei. Nach der Partie sprach Präsident Uli Hoeneß vor versammelter Presserunde über verschiedene Themen und äußerte sich unter anderem auch zum Aus in der Champions League. 


Die 1:3-Niederlage gegen den ​FC Liverpool habe Hoeneß noch nicht ganz verdaut. "Da brauche ich noch ein paar Tage", wird der 67-Jährige vom kicker zitiert. Der Weltmeister von 1974 räumte zudem ein, dass die Münchner am Mittwochabend "mit zu wenig Mumm und sehr schwach gespielt haben". Nach dem Aus in der Königsklasse will der Präsident allerdings nicht alles infrage stellen. "Nach Liverpool gleich zu sagen, der FC Bayern ist international nicht konkurrenzfähig, ist mir zu weit hergeholt", betonte Hoeneß. "Ich finde, dass wir im Großen und Ganzen seit etwa drei Monaten guten Fußball spielen." 


Starke Leistungen zeigte die Mannschaft von Cheftrainer Niko Kovac zuletzt in der Bundesliga. Die letzten drei Partien wurden mit einem Torverhältnis von 17:1 allesamt gewonnen. "Das ist ein Pfund", stellte der Ex-Profi klar. Gegen Mainz habe die Mannschaft "sehr engagiert gespielt und auch in der Höhe verdient gewonnen". Punktgleich mit dem BVB, allerdings mit dem besseren Torverhältnis (+ sieben Treffer), verabschiedete sich der FC Bayern in die Länderspielpause. "Wie es ausschaut, wird es ein Kopf-an-Kopf-Rennen bis zum letzten Spieltag sein", sagte Hoeneß. Das bessere Torverhältnis sei deshalb ein "kleiner Vorteil". 

Uli Hoeness

Stellte sich den Fragen der Journalisten: Uli Hoeneß



Zur ​DFB-Ausbootung von Thomas Müller, Mats Hummels und Jerome Boateng wollte sich der Präsident allerdings nicht weiter äußern. Der 67-Jährige kündigte lediglich an, dass er das Thema mit Bundestrainer Joachim Löw unter vier Augen besprechen will. Eine klare Meinung hatte Hoeneß zu den Plänen der FIFA, wonach die WM schon 2022 in Katar auf 48 Mannschaften aufgestockt werden soll. "Die WM aufzublähen halte ich für einen großen Schwachsinn", erklärte der 36-fache Nationalspieler, der sich allerdings für die neu geplante Klub-WM aussprach.


Der Confederations Cup sei "für die Katz und deswegen ist eine Klub-WM mit tollen Mannschaften alle vier Jahre anstelle des Confed Cups wunderbar - her damit, schnell", erklärte Hoeneß. Der Präsident äußerte sich zudem zur Zukunft von ​Real-Leihgabe James Rodriguez. Eine Entscheidung, ob der FC Bayern die Kaufoption in Höhe von 42 Millionen Euro ziehen wird, sei noch nicht gefallen. Letztendlich müsse Kovac "uns sagen, was er will", gab der 67-Jährige zu Protokoll.