​Nach der 0:7-Klatsche gegen Manchester City wurde Schalke-Coach Domenico Tedeso entlassen. Die beiden Klubikonen ​Huub Stevens und Mike Büskens übernahmen. Während der ​0:1-Niederlage gegen RB Leipzig am Wochenende wurden die Spieler von den eigenen Anhängern scharf kritisiert. Der neue Cheftrainer zeigte Verständnis, ​Sebastian Rudy hingegen reagierte enttäuscht.


Bei der knappen Pleite gegen die Roten Bullen zeigten die Schalker eine gute Leistung und konnten den von ihrem neuen Coach eingeforderten Einsatzwillen endlich wieder auf den Rasen bringen. Dass die schwachen Leistungen der letzten Wochen jedoch auch an den Fans der Knappen keineswegs spurlos vorbei gegangen sind, zeigten die Fans durch einige knallharte Plakate.

Huub Stevens

Huub Stevens soll die Schalker aus der Krise führen



​Durch Statements wie "Den Trainer rasiert, uns in Europa blamiert und Schalke nie kapiert: Söldner aussortieren!", machten die Ultras dabei unmissverständlich klar, dass die Spieler nach den Entlassungen von Manager Christian Heidel und nun auch von Tedesco, mittlerweile keinerlei Ausreden mehr bemühen können. Nach der Partie wollte Stevens dennoch keinen Riss zwischen Anhängerschaft und Mannschaft ausgemacht haben.


Nach Ansicht des 65-Jährigen hatten die Fans durch ihre Plakate vielmehr ihre tiefe Verbundenheit mit dem Traditionsklub zum Ausdruck gebracht. "Schalke ist ein emotionaler Verein. Da dürfen die Fans auch mal zeigen, dass sie enttäuscht sind. Ich habe Verständnis für sie", so der Niederländer laut dem kicker.


Dass die Unmutsäußerungen aber durchaus erdrückend sein können, unterstrich hingegen Mittelfeldspieler Sebastian Rudy, der seit seinem Wechsel von den Bayern auf Schalke ohnehin noch kaum Fuß fassen konnte. "Wenn man da unten rauskommen will, braucht man jeden einzelnen Fan. Schade, dass sie im Moment so agieren", so der 29-Jährige. 

Sebastian Rudy

Gegen Leipzig stand Sebastian Rudy in der Startelf



Im Anschluss appellierte Rudy daher an die eingeschworen Fans des Revierklubs und erklärte, dass er sich einen noch engeren Zusammenhang wünsche. "Ich wünsche mir, dass sie uns den Rücken stärken - egal, was passiert. Ich denke, es ist wie in einer Ehe: In guten wie in schlechten Zeiten...", so Rudy. 


Am Ende des Tages wissen jedoch sowohl Stevens, als auch der 27-fache deutsche Nationalspieler nur allzu gut, dass das beste Heilmittel für die angespannte Situation das Sammeln von Punkten ist. Nach vier Niederlagen in Folge beträgt der Vorsprung auf den Relegationsplatz nunmehr drei kümmerliche Punkte.