Güven Yalcin galt bei ​Bayer Leverkusen lange als großes Talent. Allerdings kam der nun 20-Jährige nie über die Jugendmannschaften hinaus. Im Sommer des letzten Jahres folgte also der Wechsel für Yalcin in die Türkei zu Besiktas Istanbul. Dort blüht der gebürtige Deutsche mit türkischen Wurzeln nun wieder auf.


Yalcin galt in Deutschland jahrelang als sehr interessanter Spieler. Er kam aber nie über den Status eines ewigen Talents hinaus. Trotz vieler Einsätze in den Junioren-Bundesligen für Bayer Leverkusen, war der junge Angreifer noch nicht bereit für höhere Aufgaben. Allerdings war man schon früh vom Potential des Deutsch-Türken​ überzeugt. 


Insgesamt erzielte er in den Jugend-Wettbewerben 41 Tore und steuerte noch weitere zwölf Torvorlagen zu. Diese steile Entwicklung brachte ihm auch schnell eine Berufung in die U-Nationalmannschaft der Türkei ein. Für die zweite Mannschaft der Werkself reichte es aber bei allem Potential noch nicht. So entschied sich Yalcin zu einem Wechsel nach Istanbul, der mit einer Ablöse von 150.000 Euro verbunden war.


Yalcin schafft bei Besiktas den Durchbruch

In der ersten Mannschaft von Besiktas kommt Yalcin nun endlich zu Einsätzen. In der Liga und der Europa-League-Quali kommt er bereits auf 16 Spiele und war an fünf Toren direkt beteiligt. Da er zu Beginn der Saison zum Teil noch nicht spielberechtigt war und sich erst einmal einfinden musste, kann man also durchaus annehmen, dass Yalcin nun ein wichtiger Teil des Kaders geworden ist.


Auch stand der 20-Jährige schon neun Mal in der Startelf. Wenn man die letzten, zum Teil frustrierenden Jahre von Yalcin betrachtet, ist das schon eine enorme Steigerung. Da er sich mit Besiktas momentan auf dem dritten Tabellenplatz befindet, ist Europa auch im nächsten Jahr wieder möglich.


Eines ist aber sicher. Wenn Yalcin weiter zu Einsätzen kommt und nun endlich sein Potential abrufen kann, könnte er vielleicht wirklich noch ein ganz Großer werden. Seine Berufung zur U21-Nationalmannschaft der Türkei zum Ende des letzten Jahres war nur der Anfang. Vielleicht kann man in Zukunft auch in der ​Bundesliga wieder mit dem so vielversprechenden Güven Yalcin rechnen.