BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke sprach gegenüber der Funke-Mediengruppe sehr wohlwollend über die von Gianni Infantino vorgestellten ​​Pläne zur Reform der Klub-WM​


Eigentlich, so der Dortmund-Boss, halte er wenig von neuen Wettbewerbsformen, aber "in diesem konkreten Fall ist es durchaus zumindest eine Überlegung wert". Als "Farce" bezeichnete der 59-Jährige das aktuelle Format der Vereins-Weltmeisterschaft, aus dem "immer der Champions-League-Sieger" als Gewinner hervorgehe. "Ich denke, dass sich die anderen Kontinente über den neuen Wettbewerb freuen würden – an die müssen wir auch denken", merkte der Geschäftsführer des Bundesliga-Zweiten an. 

FBL-FIFA-WC-2019

FIFA-Präsident Infantino erhofft sich vom Klub-WM-Format millionenschwere Einnahmen


Am Freitag tagt das FIFA-Council in Miami, wo voraussichtlich entsprechende Änderungen des Wettbewerbs-Modus festgelegt werden sollen. Unumstritten ist die Modifikation der Klub-WM nach Infantinos Vorschlag derweil längst nicht. SID-Informationen zufolge würde das ca. dreiwöchige Turnier ab 2021 alle zwei Jahre ausgetragen und das Format des Confed-Cups gänzlich verdrängen. Laut dem Plan des Schweizer FIFA-Präsidenten würden 24 Vereine an dem internationalen Wettbewerb teilnehmen. Wenn es nach BVB-Chef Watzke geht, kämen zwölf davon aus Europa. Das sei eine Bedingung dafür, dass auch ​Borussia Dortmund an dem neuen Pokal teilnehmen würde. 


Von den zusätzlichen Spielen verspricht sich Watzke indes sogar etwas weniger Stress: "Zusätzlichen Termin-Druck sehe ich nicht. Würde der Wettbewerb im Juni stattfinden und wir daran teilnehmen, würden wir eine Auslandsreise sparen. Wenn wir keine Spieler für den Confed-Cup abstellen müssten, würden unsere Profis womöglich sogar entlastet werden", hofft der 59-Jährige, der sich damit zu den potenziellen Fans der neuen Klub-WM zählt.