​​Caglar Söyüncu konnte sich beim ​SC Freiburg einen guten Namen machen und war stets für seine kompromisslose Zweikampfführung bekannt. Im vergangenen Sommer wagte der türkische Innenverteidiger den Sprung in die Premier League. Auf der Insel wurde der Youngster aber bislang nicht glücklich.


Als der heute 22-Jährige im Sommer 2016 vom türkischen Erstligisten Altinordu zum SC Freiburg wechselte, war der Defensivspieler nur ausgewiesenen Fachleuten ein Begriff. Für viele Beobachter überraschend, konnte sich der robuste Verteidiger im Breisgau aber schnell durchsetzen und profitierte dabei auch von dem behutsamen Umgang seines Trainers Christian Streich.

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Für den SC Freiburg kam Söyüncü auf insgesamt 55 Einsätze


War seine Zweikampfführung zumeist herausragend, leistete sich der noch recht unerfahrene Innenverteidiger jedoch auch so manchen kapitalen Aussetzer und ließ auch auf technischer Ebene noch viel Luft nach oben. Im vergangenen Sommer ging der englische Erstligist ​Leicester City dennoch das Wagnis ein und stattete den 22-fachen türkischen Nationalspieler mit einem Vertrag bis 2023 aus.


Die Freiburger konnten sich hingegen über einen satten Transfergewinn freuen. Zwei Jahre zuvor für gerade einmal 2,65 Millionen Euro verpflichtet, wurde der Abwehrrecke mit einer Ablöse von satten 21,1 Millionen Euro zum teuersten Abgang der Vereinshistorie. War dem Youngster die Eingliederung in die Bundesliga noch so spielerisch gelungen, legte er bei seinem neuen Klub aber einen echten Stolperstart hin.


Richtig bitter für den Rechtsfuß war dabei, dass er gleich zu Saisonbeginn mit einem Muskelfaserriss ausfiel. Auch in der Folge hatte der Abwehrspieler enorme Probleme, sich zu etablieren. Insgesamt stehen somit - Stand jetzt - erst sieben Pflichtspieleinsätze zu Buche. Um etwas Spielpraxis zu sammeln, musste Söyüncü zu Beginn sogar gelegentlich in der zweiten Mannschaft aushelfen. Auch beim letzten Ligaspiel gegen Fulham verpasste der Türke den Sprung in den Kader.

Caglar Soyuncu

Bei Leicester City ist Söyüncü meist nur Reservist


Mit Johnny Evans, Kapitän Wes Morgan und vor allem auch dem gefeierten englischen Nationalspieler Harry Maguire sind die Foxes in der Abwehrzentrale derzeit gut besetzt und daher dürfte es der ehemalige Freiburger auch in Zukunft eher schwer haben. Hoffnung könnte dem ehemaligen Streich-Schützling zumindest machen, dass Maguire immer wieder mit einem Wechsel zu einem Topklub in Verbindung gebracht wird.


In der Premier League belegt Leicester City nach dem 30. Spieltag den zehnten Tabellenplatz. Sowohl mit dem Kampf um die internationalen Plätze, aber auch mit dem Abstiegskampf, dürfte das Team von Brendan Rogers nichts zu tun haben. Erst Ende Februar hatte der ehemalige Liverpool-Coach die Geschicke des Meisters von 2016 übernommen, machte aber bislang keinerlei Anstalten auf Söyüncü zu setzen.