BVB-Leihspieler Sebastian Rode macht im Trikot der Frankfurter Eintracht seit Jahresbeginn eine gute Figur. So gut, dass die Hessen nun an einer festen Verpflichtung im Sommer arbeiten. Erste Gespräche mit Borussia Dortmund sollen bereits geführt worden sein. 


Es ist eine Weile her, dass Sebastian Rode am Fußball "einfach nur Spaß" hatte. Das letzte Mal so richtig vielleicht gar vor seinem Wechsel zum ​FC Bayern im Jahr 2014. Danach hatte er bis zu seiner Rückkehr nach Frankfurt, wo er einst sein Bundesliga-Debüt gegeben hatte, lediglich 74 Pflichtspiele bestritten. In Bayern und später bei ​Borussia Dortmund wenig berücksichtigt, dann viel verletzt verlor Rode bei seinen ambitionierten Arbeitgebern den Anschluss, wurde letztlich aussortiert und an ​Eintracht Frankfurt verliehen. 

Sebastian,Jadon Sancho

Gleich in seinem dritten Spiel durfte Sebastian Rode gegen die Dortmunder Kollegen ran



Etwas Besseres hätte dem 28-jährigen Mittelfeld-Routinier Stand heute nicht passieren können. Gesund bestritt der Sechser bislang jedes Spiel für die Hessen, stand dazu bei allen neun Partien in der Startelf - egal ob Bundesliga oder international. Die hervorragende Bilanz: Der Pokalsieger der vergangenen Saison ist im Jahr 2019 bislang noch ungeschlagen. Dazu hat auch der Rückkehrer beigetragen, wie Trainer Adi Hütter laut FAZ zuletzt betonte: "Sebastian belebt unser Spiel. Er ist noch nicht bei 100 Prozent, das kann er aber auch noch nicht sein, bei der geringen Spielpraxis, die er hat." 


Rode, ursprünglich nur als halbjähriger Ersatz für den Langzeit-Verletzten Lucas Torró zur Eintracht gewechselt, scheint angekommen zu sein. Er hat wieder Freude an seiner Arbeit, sagte gleich nach dem Europa-League-Achtelfinal-Unentschieden gegen Inter am Donnerstag, "Ich freue mich schon auf Montag". Das Match gegen ​Fortuna Düsseldorf am heutigen Abend wird sicher spannend, treffen doch zwei Form-starke Bundesliga-Mannschaften aufeinander - nach einem Spiel gegen Düsseldorf hat sich im Fußball zuletzt aber selten jemand so richtig gesehnt. Sebastian Rode jedoch ist "einfach froh, wieder Fußball spielen zu können, auf dem Platz zu stehen und die Zeit mit der Eintracht zu genießen" - und das sieht man. 

Sebastian Rode,Borja Valero

Auch im Achtelfinal-Hinspiel der Europa League durfte Rode von Beginn an mitmischen



An die Zukunft nach der Saison denken möchte der 28-Jährige indes nicht. Nach aktuellem Stand würde er dann nach Dortmund zurückkehren, um dort womöglich wieder in der Versenkung zu verschwinden. Dem kicker sagte Rode zuletzt recht diplomatisch, was nach der Saison passiert, werde man sehen, wurde jedoch auch nicht müde, zu betonen, er fühle sich bei der SGE "sehr wohl und hoffe, dass es noch lange so bleibt". 


Unterschwellig weiß der erfahrene Bundesliga-Profi, dass eine Rückkehr zum BVB für ihn persönlich einen Rückschritt bedeuten würde und dass die alte Liebe, seine Frankfurter Eintracht, ihn gerne halten möchte. Kein Wunder, dass die Verantwortlichen der Adler sich bei Borussia Dortmund um eine endgültige Verpflichtung ihres verlorenen Sohnes bemühen. Und so könnte es sein, dass die Liaison zwischen Frankfurt und Sebastian Rode im kommenden Sommer noch lange nicht vorbei ist.