Fünf Jahre lang trug Leon Goretzka das Trikot des ​FC Schalke 04, ehe der Nationalspieler im Sommer zum ​FC Bayern München wechselte. Der 23-Jährige fühlt sich noch immer mit seinem Ex-Verein verbunden, weshalb die katastrophale Saison seiner früheren Mannschaftskameraden auch ihn nicht kaltlässt.


Mit gerade einmal 23 Zählern liegt S04 auf dem 14. Tabellenplatz, noch immer ist der Relegationsplatz lediglich vier Punkte entfernt. Schalke befindet sich mitten im Abstiegskampf, die Situation ist noch prekärer als in der Saison 2016/17, in der auch Leon Goretzka die Höhen und Tiefen unter Markus Weinzierl miterleben musste.


Nach den erschreckenden Auftritten gegen Mainz 05 und Fortuna Düsseldorf stellte Domenico Tedesco seine Startelf erneut auf den Kopf, allerdings zeigten die Maßnahmen des 33-Jährigen, der seit Wochen um seinen Job kämpft, beim Gastspiel gegen Werder Bremen Wirkungen: Schalke ging dank des Treffers von Breel Embolo in Führung und zeigte eine beachtliche Leistungssteigerung, ehe Milot Rashica in der 31. Minute den Ausgleich für die Hausherren erzielte und Max Kruse kurz nach Wiederbeginn nach einer umstrittenen Entscheidung einen Strafstoß zur Bremer-Führung verwandelte. 

Wie so oft haderten die Königsblauen mit den Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns. Auch Goretzka zeigte sich gegenüber Sport Bild verwundert und konstatierte: "Es läuft einfach im Moment alles gegen Schalke." Er sei "geschockt, was da für Entscheidungen getroffen worden sind. Die Interviews danach wollte ich mir gar nicht ansehen, weil man natürlich mitleidet."


Seine früheren Mitspieler hätten bis zum Ausgleich "hervorragend gespielt", doch Rashicas sechstes Saisontor hätte seiner Meinung nach aufgrund einer Abseitsstellung von Claudio Pizarro nicht zählen dürfen. Eine ähnliche Einschätzung teilte auch der neue Sport-Vorstand Jochen Schneider, der gegenüber der ​WAZ "Kraft und Zuversicht" für die kommenden Aufgaben verspürte. Doch auch er musste sich am Ende eingestehen, dass Schalke "aus verschiedensten Gründen" weiterhin mitten im Tabellenkeller steckt.