Die Fans der ​Frankfurter Eintracht fordern einen Ausbau des Stadions und damit auch mehr Stehplätze in der Arena. Eine Initiative der Anhänger, in der viele Gruppen vertreten sind, übergab dem Vorstand am gestrigen Mittwoch die Forderungen. Dabei steht vor allem ein sozialer Punkt im Fokus.


Wie der kicker am heutigen Donnerstagmittag berichtete, hat sich ein Zusammenschluss der organisierten Fanszene von Eintracht Frankfurt bereits gestern an den Vorstand gewandt. Im Detail waren das die Fan- und Förderabteilung, der Fanclubverband e.V., Nordwestkurve e.V. und die Ultras Frankfurt, die mit einer Forderung nach einem Stadionausbau sowie mehr Stehplätzen an den Vorstand der Hessen herantraten.


Im Zentrum der Forderung steht vor allem das Begehren, die Kapazität der Commerzbank-Arena auf 60.000 Plätze anzuheben, ein Drittel davon sollen Stehplätze sein. Das würde bedeuten, dass die Nordwestkurve auf 20.000 Stehplätze angehoben werden soll. Der Sinn dahinter ist, dass die Eintrittspreise möglichst niedrig gehalten werden sollen, damit auch junge Menschen und jene, die nicht sonderlich gut betucht sind, Spiele der Eintracht weiterhin im Stadion verfolgen können.


Die Forderung stößt dabei auf viel Gegenliebe seitens der Verantwortlichen bei den Adlern. So erklärte Axel Hellmann, Vorstandsmitglied der Eintracht Frankfurt Fußball AG, im Fachmagazin: „Die Forderung unserer Fans, den Stadionausbau zeitnah vorzunehmen und zusätzliche Stehplätze auf der Nordwestkurve zu schaffen, teilen wir zu 100 Prozent und werden sie in den kurzfristig anstehenden Verhandlungen mit der Stadt hinsichtlich der zukünftigen Stadionnutzung im Namen unserer Anhängerschaft entsprechend einbringen.“


Auch der soziale Gedanke der Fans trifft dabei genau den Nerv, den sich der Vorstand wünscht. „Die Initiative ist dabei typisch für die Haltung von Eintracht Frankfurt, den modernen Profifußball unter dem Gesichtspunkt seiner gesellschafts- und sozialpolitischen Verantwortung zu begreifen. Deshalb ist es uns wichtig, die Kapazität von Stehplätzen auszuweiten und somit allen Gesellschaftsgruppen das Bundesliga-Erlebnis live vor Ort zu ermöglichen.“