​Am Dienstag sorgte Bundestrainer Joachim Löw für eine große Überraschung und erklärte, dass der DFB in Zukunft auf die Dienste der ​Bayern-Profis ​Thomas Müller, Jerome Boateng und Mats Hummels verzichten wird. Nachdem sich bereits die Spieler und ​Klub-Bosse des Rekordmeisters zu Wort gemeldet haben, äußerte sich nun auch Trainer Niko Kovac.


Dabei unterstrich auch der 47-Jährige in einem Gespräch mit dem kicker, dass seine Schützlinge auf die Entscheidung des Weltmeistertrainers nicht vorbereitet gewesen seien. "Ich weiß, dass meine Spieler von der Entscheidung Jogi Löws überrascht waren", so der Kroate. Im gleichen Atemzug betonte der Fußballlehrer aber auch, dass seine Spieler "Vollprofis" seien. "Sie wissen, mit dieser Situation jetzt seriös umzugehen", so der Cheftrainer.

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Boateng, Hummels und Müller müssen sich nun auf die Bayern konzentrieren



Insbesondere Thomas Müller hatte sich zuletzt stark formverbessert präsentiert und machte den Eindruck, seine schwache Form der letzen Monate endlich überwunden zu haben. Da der 29-Jährige stets ein leidenschaftlicher Nationalspieler war, befürchtet so mancher Bayern-Fan, dass die Ausbootung bei dem sichtlich enttäuschten Offensivspieler einen erneuten Leistungsabfall auslösen könnte. Kovac hingegen teilt diese Befürchtung nicht und hofft vielmehr auch bei seinen beiden anderen Spielern auf einen gegenläufigen Effekt.


"Ich erwarte sogar, dass sie uns allen in den kommenden Wochen eine Trotzreaktion zeigen und beweisen, dass sie immer noch zu den Besten gehören", so der Übungsleiter.