Eigentlich müssten alle Offiziellen von ​Eintracht Frankfurt nach dem wichtigen ​Last-Minute-Sieg gegen Hoffenheim mit einem breiten Grinsen durch die Bundesliga spazieren. Die hygienischen Zustände in der Trainingskabine der Hessen sorgen jedoch nicht nur bei Sportvorstand ​Fredi Bobic für jede Menge Unmut.​


Ausgerechnet in der aktuellen vorentscheidenden Saisonphase, inklusive dem bevorstehendem Europa-League-Kracher gegen Inter Mailand, werden die routinierten Abläufe bei der Eintracht empfindlich gestört. So können die Frankfurter derzeit nicht auf ihre Trainingskabine zurückgreifen, sondern müssen auch unter der Woche mit der Spieltagskabine im Untergeschoss der Commerzbank-Arena vorliebnehmen.

Fredi Bobic

Fredi Bobic missfällt das Krisenmanagement der Stadion-Betreiber


Grund für den Umzug vom zweiten Stock ist ein Schimmelbefall an einigen Wänden in der Trainingskabine. Ein Wasserrohrbruch im Januar hatte die derzeit unhygienischen Zustände ausgelöst. Gegenüber der BILD prangerte Sportvorstand Fredi Bobic nun den Umgang mit dem Zwischenfall an und nahm die Betreiber der Arena, sprich die städtische SFM in die Pflicht. "Bundesliga-würdige Verhältnisse sind das natürlich nicht in diesem Stadion. Es nervt mittlerweile nur noch", so der 47-Jährige. 


Sichtlich aufgebracht legte der Funktionär dann noch nach: "Es ist immer etwas anderes und stört uns in dieser wichtigen Phase der Saison vehement. Wir improvisieren hier seit Jahren und werden hingehalten - aber das sind auf Dauer keine akzeptablen Zustände." Dabei brachte der Deutsche auch sein Sorge zum Ausdruck, dass sogar die Gesundheit seiner Spieler gefährdet würde. Zu allem Überfluss ist auch der Trakt der Physiotherapeuten betroffen.

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Die Commerzbank-Arena ist teilweise nicht mehr zeitgemäß


Stadion-Boss Peter Meyer reagierte auf die Vorwürfe und erklärte, dass man bereits unmittelbar nach dem Vorfall am 26. Januar mit der Austrocknung der Wände begonnen habe. "Wir hatten gehofft, dass es hinhaut und wir die Grundsanierung im Sommer durchführen können. Aber nun wurde an einigen Stellen Schimmel gemessen, da mussten wir handeln", so der Leiter Event Management. Erst in "vier bis sechs Wochen" sollen die Arbeiten angeblich beendet sein, bis dahin ist das Improvisationsgeschick der Adler gefragt.