In den vergangenen Jahren hat ​Eintracht Frankfurt viele Spieler ausgeliehen und eigene Akteure verliehen. Eintrachts Manager Fredi Bobic wird auch in diesem Frühjahr wieder alle Hände voll zu tun haben, Verträge entsprechend zu verlängern oder abzuschließen. Besonders im Fokus dürften die fünf Spieler stehen, die derzeit nur ausgeliehen für die Hessen kicken.


Schaut man sich die Liste der Spieler an, die die Eintracht nur geliehen hat, fällt auf, dass alle fünf Akteure Leistungsträger im Klub sind. Das verkompliziert die Sache sicher, denn entweder muss gleichwertiger Ersatz beschafft werden, oder aber die Spieler werden in den meisten Fällen bei einer festen Verpflichtung entsprechend teuer. Namentlich handelt es sich hier um Torwart Kevin Trapp, Abwehrspieler Martin Hinteregger, Mittelfeldmann Sebastian Rode, sowie die beiden Serben Filip Kostic und Luka Jovic.


Bei Martin Hinteregger ist man sich bereits sicher, dass man den Abwehrspieler halten will. „Das wird auch eine Frage der Höhe der Ablösesumme sein, Augsburg wird ihn uns nicht schenken“, wird SGE-Coach Adi Hütter vom kicker zitiert. Und nicht nur der Trainer scheint begeistert vom österreichischen Abwehrmann, auch die übrige Chefetage zeigt sich sehr angetan von den bisherigen Leistungen. Da Hinteregger in Augsburg sowieso in Ungnade gefallen war, könnte ein Wechsel schnell zu realisieren sein.


Ungewiss ist der Stand bei Kevin Trapp. Der Schlussmann hat in Paris noch einen Vertrag bis 2020, im Sommer kehrt er daher erst mal zurück an die Seine. Dann aber könnte über ein neues Engagement und ein Verkauf nachgedacht werden, es sei denn, PSG-Trainer Thomas Tuchel hat andere Pläne mit dem Keeper. Die SGE würde den Torhüter liebend gerne halten.


Kaufoption bei Jovic und Kostic


Klar ist hingegen die Lage bei Filip Kostic. Der Außenstürmer ist noch bis 2020 ausgeliehen, danach hat die Eintracht sogar noch eine Kaufoption auf den Serben in Höhe von 6,5 Millionen Euro. Bei den bisherigen Leistungen ist davon auszugehen, dass die Hessen diese auch ziehen werden, allerdings kann bis dahin auch noch viel passieren.


Ebenso wahrscheinlich ist der Kauf von Luka Jovic. Der Torjäger kam von Benfica aus Lissabon, auch hier besitzt die Eintracht eine Kaufoption. Bei Sky90 erklärte Bobic vor kurzem, dass diese sogar noch geringer als gedacht ausfallen soll und „​weniger als sieben Millionen Euro“ kosten würde. Bei den 15 Saisontoren des Youngsters bisher ein echtes Schnäppchen.


Bleibt noch Sebastian Rode, der von Borussia Dortmund im Winter nach Frankfurt kam. Beim BVB hat er noch einen Vertrag bis 2020, doch weder bei den Schwarz-Gelben, noch beim FC Bayern vorher konnte er seinen Vorschusslorbeeren gerecht werden. Erst in den vergangenen Wochen in seinem „gewohnten“ Umfeld scheint er wieder aufzublühen. Auch hier dürften im Sommer weitere Gespräche stattfinden, denn es ist unwahrscheinlich, dass Dortmund mit dem 28-Jährigen verlängern will. Das wiederum dürfte die Chancen auf eine Rückholaktion der Hessen erhöhen.