Thorgan Hazard,Dieter Hecking

Dritte Heimklatsche in Folge: Gladbachs Verlierer der letzten Wochen

Nach der dritten krachenden Heimniederlage in Folge und einem Torverhältnis von 1:11 hat sich die Stimmung bei Borussia Mönchengladbach merklich gedreht. Nun geht es nur noch darum, den vierten Platz mit aller Macht zu halten, während sich die Abwärtsspirale immer weiter dreht. Wir sagen euch, wer am meisten abgebaut hat bei den Fohlen.   

6. Thorgan Hazard

Der Belgier, der sich im Sommer schon bei einem großen Topklub in der Premier League sah, bekam in den vergangenen Wochen klar seine Grenzen aufgezeigt. Gegen Berlin und Wolfsburg tauchte er schon ab, gegen die Bayern war er dann gar nicht mehr zu sehen. Anscheinend wähnte er sich weiter, als er ist.   

5. Die Innenverteidigung

Nico Elvedi und Matthias Ginter wurden im Winter ebenfalls mit Topklubs aus England in Verbindung gebracht. Doch innerhalb weniger Wochen wurde ein gutes Torverhältnis und eine starke Abwehrleistung zunichte gemacht. Die Konsequenz, mit der beide noch in der Hinrunde ihre Arbeit erledigten, ist weitgehend erloschen. Gut möglich, dass ihnen das Gerede von derlei Angeboten zu Kopf gestiegen ist.   

4. Christoph Kramer

Der Weltmeister spielte in den vergangenen Partien für Tobias Strobl, der in der Hinrunde noch der große Stabilisator im Mittelfeld war. Doch Kramer kam offenbar zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt ins Team, als sich bereits eine Art Selbstzufriedenheit im Kader breit machte. Die Bilanz für ihn sieht daher düster aus. In den letzten drei Partien mit Startelfeinsätzen gab es einen Punkt und 2:9 Tore.   

3. Alassane Plea

Der Franzose steckt seit einigen Wochen in einem Formtief, was sich im Sturm der Borussia absolut bemerkbar macht. Wo er in der Hinrunde noch ein Unruheherd mit starker Ausstrahlung war, verspringen ihm nun die Bälle – wenn er denn am Spiel teilnimmt. Es ist auch der Abschwung des Stürmers, der die Fohlen in die Negativserie mitreißt.   

2. Florian Neuhaus

Der Mittelfeldspieler hatte eine traumwandlerische Hinrunde, doch auch er zollt der hohen Intensität inzwischen Tribut. Die Unbekümmertheit, mit der er sonst spielte, scheint dahin, auch er wirkt inzwischen eher verkrampft und überbemüht, dass Richtige machen zu wollen. Die Formschwankungen sind jedoch nichts unnormales, nur eben zum unpassendsten Zeitpunkt.  

1. Dieter Hecking

Der Trainer begeisterte in der Hinrunde mit seiner erfolgreichen Systemumstellung und seiner Adaption des Spiels bei Borussia. Er fand die richtige Lösung für den neuen Stürmer und die passende Rolle für Jonas Hofmann. Doch inzwischen lassen ihn die Spieler mit einer zu laxen Einstellung im Stich, nun muss er seine Mannschaft wieder aufrichten und neu fokussieren, damit die gute Ausgangsposition nicht verspielt wird.