​Am heutigen Samstagabend trifft Sportdirektor ​Max Eberl mit ​Borussia Mönchengladbach auf seinen Ex-Klub ​FC Bayern München. Im Vorfeld der Partie verriet der Funktionär, dass er sich seinem ehemaligen Arbeitgeber noch immer eng verbunden fühlt und äußerte sich zur bevorstehenden Umstrukturierung in der Führungsebene des Rekordmeisters.


Noch leiten Präsident Uli Hoeneß und der Vorstandsvorsitzende Karl-Heinz Rummenigge die Geschicke des erfolgreichsten Klubs der Republik. Da jedoch auch die beiden Gestalter der letzten Jahrzehnte nicht jünger werden, kündigten beide Bosse bereits an, in Zukunft kürzer zu treten. Max Eberl weiß, dass dies Unruhen beim FCB auslösen könnte. "Der FC Bayern ist ihr Lebenswerk. Wenn sie eines Tages nicht mehr an der Kommandobrücke stehen, wird der FC Bayern anders sein", so der Fußballfachmann. Dabei zog der Manager Parallelen zum englischen Spitzenklub Manchester United und hoffte dass der Bundesligist den Führungswechsel besser moderieren werde. 

FBL-GER-BUNDESLIGA-BAYERN MUNICH

Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge formten die Bayern zum Weltverein



"Sir Alex Ferguson hat den Klub 25 Jahre lang an die Weltspitze geführt – und dann geht innerhalb von drei Jahren alles verloren, was dieser Klub je verkörpert hat", so Eberls vernichtendes Urteil für die aktuelle Führungsebene der Red Devils. Eine solche Entwicklung wollen die Münchner mit Sicherheit verhindern. Nach Ansicht des 45-Jährigen dürfte dies jedoch "nicht so leicht" werden, schließlich handele es sich bei Hoeneß und Rummenigge um "zwei prägende Persönlichkeiten".


Eberl selbst, wurde in der Vergangenheit schon häufig mit den Bayern in Verbindung gebracht. So galt der erfahrene Funktionär bereits 2017 als der Favorit auf die Nachfolge von Matthias Sammer. Doch auch die Gladbacher wussten bereits damals, was sie an dem gewieften Kaderplaner haben und wollten den Deutschen nicht ziehen lassen. Sein aktueller Vertrag bei den Fohlen läuft noch bis 2022, spätestens dann könnte der Ex-Profi jedoch ein heißer Kandidat sein, um den dann scheidenden Klub-Boss Karl-Heinz Rummenigge zu ersetzen.

Max Eberl

Max Eberl konnte sich einen exzellenten Ruf erarbeiten



An den Gerüchten wollte sich der gebürtige Bayer zwar nicht beteiligen, räumte jedoch ein, dass er nicht davon ausgehe ewig in Gladbach zu bleiben. "Ich bin seit zehn Jahren Sportdirektor und seit über 20 im Verein. Die Wahrscheinlichkeit, dass ich hier in 20 Jahren in Rente gehe, ist eher gering. Es ist durchaus möglich, dass ich irgendwann mal einen neuen Schritt gehe, aber das ist alles hypothetisch", so Eberl. Da er als Spieler viele Jahre an der Säbener Staße verbrachte, hätte eine Rückkehr an seine alte Wirkungsstätte mit Sicherheit einen gewissen Reiz und so bezeichnete der Sportdirektor die Bayern als "Verein meines Herzens".


Ob er selbst das Wagnis eingehen wird und die Nachfolge einer echten Legende des deutschen Fußballs antreten wird, bleibt abzuwarten. Einen Tipp hatte er für die kommenden Macher beim Rekordmeister aber zumindest bereits parat: "Für alle, die nachkommen, werden es verdammt große Fußstapfen sein. Ich glaube aber, dass man nicht versuchen sollte, diese auszufüllen, sondern eigene zu hinterlassen. Das ist schon kompliziert genug."