Im Wintertransferfenster wechselte der Brasilianer Naldo schweren Herzens vom ​FC Schalke in die Ligue 1 zur AS Monaco. Nach seinen zwei Roten Karten in den ersten drei Pflichtspielen für die Monegassen und der Entlassung von Fürsprecher Thierry Henry, verfolgte der 36-Jährige die letzten vier Partien nur von der Bank aus. Mit dem Bremer Online-Portal Deichstube sprach Naldo über die aktuelle Situation und ein mögliches Karriereende in der Bundesliga.


Einen neuen Rekord hat Naldo mit seinen zwei schnellen Roten Karten aufgestellt, denn in der Ligue 1 ist das noch keinem Spieler in so kurzer Zeit nach seinem Debüt gelungen. Seiner Meinung nach hätte er in Deutschland nicht beide Male einen Platzverweis bekommen. "Zu Beginn war es hier einfach schwierig für mich. Jetzt darf ich wieder spielen und bin bereit", erzählt er von seiner Anfangszeit. 


Nun haben die Monegassen aber die vier Spiele in Folge ohne Naldo allesamt nicht verloren, weshalb sich der Ex-Schalker erstmal hinten anstellen muss. "Als der neue Trainer kam, war ich noch gesperrt, und die Mannschaft hat gut gespielt. Wir haben seit vier Spielen nicht mehr verloren, davon sogar drei gewonnen. Jetzt warte ich auf die Chance, dass ich mich wieder zeigen kann", erläutert der Verteidiger angriffslustig.


Bis 2020 läuft Naldos Vertrag im Stadtstaat, was anschließend passiert, weiß er aber selbst noch nicht. "Wenn es geht, mache ich danach weiter. Gerne wieder in Deutschland", liebäugelt er mit einer Rückkehr. "Zum Abschluss zurück in die Bundesliga, wäre toll. Ich muss aber abwarten, was passiert und ob ich noch einen Verein finde, der mich spielen lässt." 358 Mal ist der 36-Jährige bereits in der Bundesliga aufgelaufen und war, bis vor seinem Wechsel ins Ausland, auf Platz fünf der aktiven Spieler mit den meisten Bundesligaeinsätzen.