Beim ​SV Werder Bremen konnten in den letzten Jahren viele junge Spieler den Durchbruch schaffen und sich in der ​Bundesliga etablieren. Im letzten Winter kam ein Spieler aus ​München, der ein ähnliches Ziel verfolgt. Marco Friedl konnte sich bei Werder allerdings noch nicht durchsetzen, Sportchef Frank Baumann möchte den Österreicher trotzdem ​über den Sommer hinaus halten. 


Bei Bayern München besaß Friedl vor mehr als einem Jahr keine Perspektive mehr. Die Dichte im Münchener Kader ist einfach zu hoch gewesen und so wurde der nun 20-Jährige zum SVW verliehen. Auch in Bremen konnte er sich allerdings noch nicht wirklich durchsetzen. In dieser Saison kommt er gerade einmal auf drei Bundesliga-Einsätze. Wie die Bild nun berichtet, möchte Manager Frank Baumann das Talent trotzdem langfristig binden.


„Dass wir mit ihm weitermachen wollen gilt, und hat weiter Bestand. Auch von seiner Seite besteht grundsätzlich Interesse. Er fühlt sich in der Mannschaft, der Stadt und mit dem Trainerteam wohl“, so der Kaderplaner. Klar ist, dass sich Friedl trotz der mangelnden Einsatzzeit sehr gut in Bremen eingelebt hat.


Augustinsson und Moisander sind gesetzt

Das große Problem für den Österreicher ist aber, dass auf seiner Stammposition, der linken und Innenverteidiger-Position, konstante Leistungsträger spielen. Mit Ludwig Augustinsson und Niklas Moisander laufen dort Akteure auf, die zum einen zu den stärksten Kräften der "Grün-Weißen" gehören und zudem einen Vertrag für die nächsten Jahre besitzen.


Baumann hierzu: „Wir haben eine sehr hohe Meinung von Marco. Aber Ludwig und Niklas sind sehr wichtige Spieler für uns, die zuletzt eben auch keine Ausfallzeiten hatten.“ Zumindest ist es aber unwahrscheinlich, dass Friedl zum FC Bayern zurückkehrt. Die Situation hat sich im Vergleich zum vorherigen Jahr kaum geändert.


Friedl besitzt bei Werder also eine bessere Perspektive. In den nächsten Monaten winken dem Österreicher aber nur Einsatzzeiten, wenn die nominellen Stammkräfte ausfallen würden. Bisher konnte er sich noch nicht beweisen, in Zukunft muss er allerdings die Chancen nutzen, die ihm geboten werden, um sich in der Bundesliga zu behaupten.