​Beim gestrigen Sport1-Doppelpass hat ​Bayern München-Präsident Uli Hoeneß darauf hingewiesen, dass der Klub schon einige Spieler fest verpflichtet hat, gleichzeitig wollte er aber noch keine Transfers verkünden. Wen könnte Hoeneß gemeint haben?

1. Lucas Hernandez (Atletico Madrid)

Es ist kein Geheimnis mehr, dass Lucas Hernandez beim FC Bayern München auf dem Zettel steht. Bereits im Winter buhlte der Rekordmeister um den 23-jährigen Innen- und Linksverteidiger. Schon jetzt ist der französische Weltmeister einer der besten Verteidiger der Welt. Entsprechend viel Geld müsste der FC Bayern auf den Tisch legen. "Wenn der Spieler wechseln möchte, werden wir darüber sprechen - aber nur über einen Wechsel im Juli", hatte Miguel Angel Gil Marin, ​Atleticos Geschäftsführer, zu Spox und Goal gesagt. Der Vertrag von Hernandez läuft noch bis 2024, dank einer Ausstiegsklausel könnte der Linksfuß aber für 80 Millionen Euro wechseln. 


Hoeneß-Barometer: lauwarm


2. Luka Jovic (Eintracht Frankfurt)

​Natürlich ist der aktuell torgefährlichste Stürmer der Bundesliga (15 Saisontore) auch beim Rekordmeister im Gespräch. Perspektivisch kommen die Klubverantwortlichen am 21-jährigen Serben vorbei. Robert Lewandowski ist bereits 30 Jahre alt, freilich immer noch ein sehr gefährlicher Stürmer sowohl am Boden als auch in der Luft. Mit ​Eintrachts Jovic könnten die Bayern jedoch ihren Stürmer der Zukunft zunächst behutsam im Schatten von Lewandowski aufbauen. Bei Bayern München würde Jovic auf seinen Förderer Niko Kovac stoßen. Problem für die Bayern: Auch der FC Barcelona, Real Madrid und Chelsea sind an Jovic interessiert. 



Hoeneß-Barometer: Zimmertemperatur


3. Callum Hudson-Odoi (FC Chelsea)

Im Winter war der FC Bayern schon nahe dran, Callum Hudson-Odoi vom ​FC Chelsea zu verpflichten. Doch die Blues lehnten jedes Angebot von Hasan Salihamidzic ab, Berichten zufolge belief sich das letzte Angebot auf bis zu 40 Millionen Euro. Chelsea-Trainer Sarri will den 18-jährigen Linksaußen in den folgenden Jahren sukzessive mehr Spielzeit geben. Hudson-Odoi steht noch bis 2020 bei Chelsea unter Vertrag. Zuletzt lehnte der Youngster ein Angebot zur Vertragsverlängerung vonseiten der Blues ab. 


Hoeneß-Barometer: Zimmertemperatur


4. Timo Werner (RB Leipzig)

​Werners Name fiel schon häufiger im Zusammenhang mit dem FC Bayern. Das Verhältnis mit Leipzigs Trainer Ralf Rangnick ist anscheinend angespannt. Deswegen zögert Werner auch mit seiner Vertragsverlängerung. 2020 läuft sein Arbeitspapier ab, so dürfte Werner noch nicht im kommenden Sommer zu den Bayern gehen, sondern viel eher ablösefrei ein Jahr danach. Eine wichtige Tatsache sollte man allerdings nicht unterschlagen: Der 22-Jährige besitzt seine Stärken im Konterspiel, stellt einen anderen Stürmertypus als Lewandowski da. Bayern müsste sein Spielsytem umstellen, sollte Werner in die bayerische Metropole wechseln. 


Hoeneß-Barometer: Zimmertemperatur (für den Sommer)


5. Kai Havertz (Bayer Leverkusen)

Der 19-jährige Kai Havertz ist das größte Talent, was Fußball-Deutschland zu bieten hat. Trotz seines jungen Alters ist der Mittelfeldspieler ein absoluter Leistungsträger seines Teams Bayer Leverkusen. Er besticht mit gutem Auge und starkem Passspiel. Des weiteren ist Havertz als Abschlussspieler enorm torgefährlich. Rudi Völler schob einem Havertz-Wechsel im Sommer einen Riegel vor: "Wir haben ihn bis 2022 unter Vertrag. Deswegen können wir sehr ruhig schlafen", erklärte der Sportchef bei Sky Sport. "Kai wird im Sommer definitiv bleiben. Ganz sicher. Er fühlt sich hier wohl. Wir haben noch viel vor mit ihm."


Hoeneß-Barometer: lauwarm


6. Julian Brandt (Bayer Leverkusen)

Im Sommer 2019 könnte Julian Brandt Bayer Leverkusen nach kicker-Informationen per Ausstiegsklausel verlassen. Diese soll sich der Offensivspieler bei seiner Vertragsverlängerung bis 2021 im vergangenen April gesichert haben. So könnte Brandt der Werkself schon für - gemessen am heutigen Markt - geringe 25 bis 30 Millionen Euro den Rücken kehren. Zuletzt zeigte Brandts Formkurve deutlich nach oben. Unter dem neuen Trainer Peter Bosz verzeichnete der 22-Jährige in sechs Bundesligaspielen drei Tore und vier Vorlagen


Hoeneß-Barometer: (Brandt-)heiß


7. Niklas Stark (Hertha BSC)

Mit Stuttgarts Benjamin Pavard hat der FC Bayern für den Sommer bereits einen Innenverteidiger fest verpflichtet. Mit Niklas Stark könnte der nächste hinzukommen, wenngleich das Gerücht eher unwahrscheinlich erscheint. Jedoch: Mit 1,90 Metern Größe besitzt Stark eine ideale Größe. Er hat sich in den letzten drei Jahren in Berlin enorm verbessert, ist stark im Kopfballspiel und in der Spieleröffnung. Als Ersatzmann könnte der 23-Jährige eine solide Wahl darstellen. Sein Vertrag in der Hauptstadt läuft noch bis 2022.


Hoeneß-Barometer: Zimmertemperatur


8. Memphis Depay (Olympique Lyon)

Memphis Depay will Lyon verlassen und brachte sich zuletzt sogar selbst beim Branchenprimus Bayern München ins Gespräch. Er betonte "zu einem Verein wie Real Madrid, Barcelona, Chelsea, Manchester City, PSG oder Bayern München"  wechseln zu wollen. In insgesamt 97 Pflichtspielen erzielte der 24-Jährige für Lyon 33 Tore und bereite zudem 37 weitere vor. Eine beeindruckende Quote: 0,72 Torbeteiligungen pro Partie.


Hoeneß-Barometer: eiskalt