​Real Madrid konnte sich am Sonntag zwar in La Liga gegen UD Levante mit 2:1 durchsetzen, der Haussegen scheint bei den Madrilenen ausgerechnet vor den beiden Clasicos gegen den FC Barcelona dennoch wieder in Schräglage geraten zu sein. Dabei soll sich nach Superstar Gareth Bale nun auch ​Toni Kroos gegen seinen Trainer Santiago Solari gestellt haben.


Der deutsche Nationalspieler war am Sonntag in der 69. Spielminute beim Stand von 1:1 ausgewechselt worden. Dabei goutierte der Routinier seinen vorzeitigen Feierabend auf dem grünen Rasen zwar mit einem süffisanten Lächeln. Wenn man den Informanten der Marca jedoch Glauben schenken kann, soll es im Körper des Mittelfeldregisseurs ordentlich gebrodelt haben. Die Situation mit dem Cheftrainer der Königlichen soll zumindest angespannt sein.

Toni Kroos

Toni Kroos genießt bei Real seit Jahren ein hohes Ansehen



Dabei wäre Kroos nicht der einzige Superstar, der sich gegen seinen Coach stellt. Dem Vernehmen nach genießt der noch recht unerfahrene Fußballlehrer innerhalb der Mannschaft keinen allzu guten Ruf. Zu Saisonbeginn hatte noch Julen Lopetegui die Geschicke der Königlichen geleitet, musste jedoch nach nur wenigen Wochen und einer anhaltenden Ergebniskrise seinen Hut nehmen. Unter dem neuen Trainer stimmen seitdem zumindest meist die Ergebnisse, auch wenn der Abstand auf Spitzenreiter FC Barcelona noch immer satte neun Zähler beträgt. Über jeden Zweifel erhaben sind die Aufritte des weißen Balletts aber definitiv nicht.


Ärger um Bale


Auch Gareth Bale soll seit geraumer Zeit mit seiner Rolle bei Real mehr als unzufrieden sein. Gegen Levante wurde der Waliser erst spät eingewechselt, konnte das Spiel durch seinen Treffer zum 2:1 jedoch zugunsten des amtierenden Champions-League-Siegers drehen. Da der Angreifer jedoch nach seinem Treffer demonstrativ auf einen Torjubel verzichtete, droht Solari auch an dieser Front weiter Ungemach.

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Gareth Bale will sich mit seiner Jokerrolle nicht zufrieden geben



Nach der Partie versuchte der Argentinier dennoch die Wogen zu glätten. "Feiern können sie die Tore, wie sie wollen. Hauptsache sie machen sie. In der Umkleide war er überglücklich wegen des Treffers", so der 42-Jährige laut realtotal. Dabei zeigte sich der Coach von dem Einsatzwillen seines Schützlings überzeugt, der nach seiner Einwechslung mit "innerer Wut" agiert und so "sehr viel Arbeit" beigetragen habe. 


Am Mittwoch geht es für den spanischen Hauptstadtklub im Halbfinale der Copa del Rey gegen den FC Barcelona. Nur wenige Tage später kommt es auch in La Liga zum Aufeinandertreffen der beiden Erzfeinde. Die beiden Partien könnten auch für Solari echte Schicksalsspiele werden.