Der Erfolg in der Europa League und der Bundesliga hat in den vergangenen Wochen unterstrichen, welch große Qualität in Frankfurt bei der ​Eintracht derzeit spielt. Daher ist Fredi Bobic keineswegs überrascht, welche Klubs sich derzeit mit der Eintracht genauer beschäftigen und ihre Scouts nach Hessen schicken. Für mögliche Anfragen gibt sich der Sportdirektor angriffslustig.


Bereits jetzt ist klar: Der Erfolg der letzten Saison, als die Eintracht als Pokalsieger in die Europa League einzog, ist keine Eintagsfliege gewesen. Vielmehr schien dies der Auftakt zu einer noch erfolgreicheren Spielzeit zu werden, denn mit dem Sieg über Donezk am gestrigen Donnerstag ist man ins ​Achtelfinale der Europa League eingezogen und trifft dort als nächstes auf das ruhmreiche Inter Mailand.


Auch in der Liga scheint man sich von der Mehrfachbelastung nicht beeindrucken zu lassen, sondern sieht diese Herausforderung vielmehr als Ansporn, noch mehr zu geben. Mit dem Ergebnis, erneut um die internationalen Plätze mitzuspielen und noch alle Chancen zu haben. Jedoch haben die guten Leistungen der Spieler von Adi Hütter inzwischen Scouts und Beobachter von Vereinen auf den Plan gerufen, die etwas schwergewichtiger als die Hessen sind.


Doch Sportvorstand Fredi Bobic ist vorbereitet und erklärte im Münchner Merkur bereits: „Im späten Frühling wird der eine oder andere Verein vorstellig werden, bis jetzt ist kaum etwas passiert. Bis jetzt ist es nur typisches Blätterrauschen mit null Inhalt dahinter. Dass sich Vereine mit unseren Spielern beschäftigen, sehe ich an der Scouting-Liste bei jedem Heimspiel. Das ist die Crème de la Crème, die waren vor zwei Jahren noch nicht da.“


Neben internationalen Teams scheint auch der deutsche Rekordmeister ein Auge auf den einen oder anderen Akteur der Hessen geworfen zu haben. Nicht zuletzt, weil man an der Säbener Straße einen Umbruch zur neuen Saison forcieren will. Allen voran Luka Jovic weckt Begehrlichkeiten, Bobic aber sieht die Sache realistisch: „Wir werden an unsere Grenzen gehen, um die Mannschaft, so gut es geht, zusammenzuhalten. Aber wir haben natürlich brutale Konkurrenten, vor allem im wirtschaftlichen Bereich – und da sind bei uns irgendwo Grenzen.“


Dennoch ist er sich sicher, dass es keinesfalls einfach für die Bayern wird, auch von Frankfurter Seite nicht. „Die Bayern müssen sinnvoll investieren. Es kann sein, dass sie den einen oder anderen von uns interessant finden, aber ich glaube, dass da noch ganz andere Große um die Ecke kommen werden. Wenn sie an unseren Spielern interessiert sind, müssen die Bayern aber richtig bluten.“ Eine Kampfansage in Richtung München, die ihm hoffentlich nicht im Sommer auf die Füße fällt.