​​Joshua Kimmich ist zweifelsohne ein Hoffnungsträger des deutschen Fußballs. In der Liga schlichen sich beim Außenverteidiger des ​FC Bayern München zuletzt aber immer wieder Unkonzentrierten ein. Laut dem kicker wurde der Defensivspieler vor der ​Partie gegen den FC Liverpool daher von den Bayern-Verantwortlichen an seine Kernaufgaben erinnert.


Der 24-Jährige ist für seinen unbändigen Offensivdrang bekannt. In den letzten Ligaspielen gelang dem 38-fachen deutschen Nationalspieler dabei aber zu selten, die richtige Balance zwischen Offensive und Defensive zu finden. Die ohnehin häufig nicht ganz sattelfeste Defensive des Rekordmeisters geriet daher immer mehr ins Wanken und auch der sonst so gefeierte Rechtsverteidiger musste sich berechtigter Kritik stellen.

Sadio Mane,Joshua Kimmich

Gegen Liverpool ging Joshua Kimmich keinem Zweikampf aus dem Weg



Da beim Spiel gegen die Reds ein echter Offensivwirbel der Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp zu erwarten war, sahen sich die Klub-Bosse dem Bericht zufolge dazu genötigt, den Verteidiger anzumahnen, dass er sich in der aktuellen Phase doch lieber auf seine Defensivleistungen konzentrieren soll. Die Ansage trug allem Anschein nach Früchte und so präsentierte sich Kimmich bei dem 0:0-Remis an der Anfield Road so konzentriert wie seit langem nicht mehr und hatte seine rechte Seite gut im Griff. Dabei ließ er sich nicht zu offensiven Harakiri-Aktionen hinreißen und zeigte eine disziplinierte, mannschaftsdienliche Leistung.


Auch seine Mitspieler schienen mit dem Umdenken des Deutschen sehr zufrieden zu sein und so betonte Innenverteidiger Mats Hummels nach der Partie gegenüber Sky, dass die Bayern "auf vielen Positionen defensiv gedacht" hätten. Torhüter Manuel Neuer pflichtete seinem Teamkollegen bei. "Unsere Außenverteidiger standen kompakter und haben sich nicht so oft eingeschaltet. Das war ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg", so der 32-Jährige. 

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Manuel Neuer war mit dem Auftritt seines Mitspielers einverstanden



Präsident Uli Hoeneß hatte bereits nach dem knappen 3:2-Erfolg gegen den FC Augsburg durchblicken lassen, dass er mit den jüngsten Darbietungen seiner Außenverteidiger nicht zufrieden war und spekulierte, dass sein Trainer "mit dem einen oder anderen Spieler gesprochen" habe, um zu verhindern, "dass sie die Gegner nicht ständig in den Rücken laufen lassen". Auch der Klub-Chef dürfte daher den Auftritt gegen Liverpool mit Wohlwollen aufgefasst haben. 


Umso bitterer, dass Kimmich beim Rückspiel aufgrund einer Gelbsperre fehlen wird. Um das Weiterkommen dennoch klar zu machen, sollte sein Vertreter Rafinha mit dem gleichen Mindset in das K.o.-Spiel gehen.