Julian Brandt von ​Bayer Leverkusen überzeugte zuletzt mit seinen herausragenden Leistungen. Doch dieser deutet in einem Interview zwischen den Zeilen einen möglichen Wechsel an.


Julian Brandt hatte die Angewohnheit, leistungstechnisch zu schwanken. Doch unter Trainer Peter Bosz scheint dieses Phänomen zu entweichen. Der Hauptgrund dürfte dabei in der vorgenommen taktischen Umstellung liegen. Denn bisher war der 22-Jährige auf den Flügeln zuhause. Allerdings verschob Bosz dessen Position auf den Achter, was heißt: nun agiert er vom zentralen Mittelfeld aus sowohl offensiv als auch defensiv. Dass Brandt die neue Position zuspricht, zeigte er im Ligaspiel gegen ​Mainz 05, als er zwei Tore schoss und zwei vorbereite.

Doch kaum ist Brandt auf einem konstant hohen Niveau angelangt, gibt er mögliche Hinweise auf einen Wechsel. So sprach er in einem Interview mit Omnisport davon, seine und die Leistung des Vereins am Ende der Saison immer zu resümieren, um die Weichen für die Zukunft zu stellen. Konkret bedeutet dies wohl, dass er die Ambitionen hat, in der Champions League zu spielen. Doch die Werkself ist derzeit mit fünf Zählern Rückstand wohl nur auf Europa-League-Kurs.


Brandt gab auch schon Anlass, über mögliche Wunschvereine spekulieren zu lassen. In einem Interview gegenüber der ​tz sagte er: “In den letzten Jahren gab es keine konkreten Verhandlungen mit dem ​FC Bayern. Natürlich gab es zwischenzeitlich mal einen gewissen Austausch. Es ist ja normal, dass sich die Bayern Gedanken darüber machen, was passiert, wenn Arjen Robben und Franck Ribéry einmal ihre Karriere beenden.” Auch im vergangenen Oktober gab sich Sportvorstand Rudi Völler überzeugt, dass Brandt zu einem europäischen Topklub wechseln wird.


Es scheint bei derartigen Leistungen wohl nur eine Frage der Zeit, bis Julian Brandt den Verein verlassen wird. Sollte sich Leverkusen darüber hinaus nicht für die Champions League qualifizieren, könnte dieser Zeitpunkt wohl früher eintreten, als es dem einen oder anderen bei der Werkself lieb ist. Fakt ist allerdings auch, dass Brandt noch über einen Vertrag bis 2021 verfügt. Allerdings scheint dies in heutigen Zeiten auch keine große Aussagekraft mehr zu haben.