Beim 0:3 gegen Aufsteiger Fortuna Düsseldorf erlebte der ​VfB Stuttgart den nächsten Tiefpunkt. Mit 15 Punkten aus 21 Spielen kleben die Schwaben weiterhin am Relegationsplatz fest und kommen nicht wirklich vom Fleck. Am Samstag gegen ​RB Leipzig (15. 30 Uhr) ist Stuttgart ​klarer Außenseiter. Vielleicht liegt in dieser Ausgangsposition ja gerade die Chance, das angeknackste Selbstvertrauen mit einer kämpferischen Leistung und vielleicht einem Punktgewinn aufzubessern. 


Es ist Winter. Und der VfB Stuttgart macht Sachen, die er gerne im Winter macht. Dazu gehören Trainerdiskussionen, Unruhe in der Führungsetage und andere Spannungspotenziale. In dieser Woche wurde Sportvorstand Michael Reschke geschasst - ​für Thomas Hitzlsperger. Zugleich steht Trainer Markus Weinzierl in der Kritik, der seit Oktober 2018 erst für den VfB arbeitet, aber für eine besorgniserregende Punktausbeute von 0,71 verantwortlich ist. Gegen Leipzig wird Weinzierl auf der Bank sitzen, was danach passiert, wird das Wochenende zeigen.


Im Tor kann sich Stuttgart erneut auf Ron-Robert Zieler verlassen, der bisher jedes der 21 Bundesligaspiele bestritt. In der Abwehr ist die Auswahl recht dünn: Kein anderes Team hat mehr Gegentore kassiert als der VfB (47). Galatasaray-Neuzugang Ozan Kabak ist unheimlich talentiert, im Abstiegskampf allerdings überfordert. Selbiges gilt auch für Weltmeister Benjamin Pavard, der gegen Düsseldorf komplett neben sich stand, aber dennoch wieder als Rechtsverteidiger auflaufen könnte. In der Innenverteidigung werden es wohl wieder Kabak und Marc Oliver Kempf richten müssen, als Linksverteidiger muss sich Weinzierl zwischen Emiliano Insua und Borna Sosa entscheiden. Doch beide spielen derzeit weit unter ihren Möglichkeiten. 


Im Mittelfeld wird wahrscheinlich Santiago Ascacibar und Christian Gentner starten. Alternativ könnte Gonzalo Castro den schwächelnden Ascacibar ersetzen. Die offensive Dreierreihe könnte gebildet werden aus Daniel Didavi im Zentrum sowie Steven Zuber und Alex Esswein auf den beiden Außenpositionen. Als einzige Sturmspitze ist Mario Gomez der Top-Kandiat für die Startelf, nachdem ​Bundesliga Rookie des Monats Januar Nicolas Gonzalez wegen einer Rotsperre fehlt. Des Weiteren fällt Innenverteidiger Timo Baumgartl wegen einer Gehirnerschütterung und der Sechser Dennis Aogo aufgrund von Wadenproblemen aus. 


​Die mögliche Startelf im Überblick: