​Die Form von 2010, 2011 und 2012 hat Mario Götze nicht mehr. Damals mischte er die gesamte Bundesliga auf mit seinen Dribblings, Schnittstellenpässen und seiner Spielfreude. Die Stars von ​Borussia Dortmund sind mittlerweile ​Marco Reus, ​J​adon Sancho oder Axel Witsel. Aber Götze ist ein wichtiger Bestandteil dieser neuen Mannschaft geworden, womit zu Saisonbeginn nicht zu rechnen war.


Im Interview mit Spox und DAZN hat Mario Götze Einblicke in sein Innenleben als Profi gewährt. Vor allem die Anfangszeit unter Trainer Lucien Favre war für den 26-Jährigen nicht leicht: „Ich glaube, dass wir eine gewisse Anlaufzeit gebraucht haben. Am Anfang war es ein bisschen schwieriger. Ich musste mich an seine Idee und Philosophie gewöhnen, an das, was er fordert. Ich habe versucht, ihm zu zeigen, dass ich das auch kann und möchte", sagte Götze. 


Bis zum sechsten Spieltag war Götze nicht in den Planungen von Favre. Seinen ersten Einsatz als Joker hatte der offensive Mittelfeldspieler erst am 6. Oktober beim 4:3-Sieg gegen den FC Augsburg, bei dem er 13 Minuten spielen durfte und prompt das wichtige 3:2 besorgte. Fortan war Götze ein Teil der Rotation. 

In den ersten sechs Bundesligaspielen kam Götze nicht zum Einsatz, fehlte sogar komplett im Spieltagskader. Inzwischen stand er in der Bundesliga achtmal und in der Champions League dreimal in der Startelf. Insgesamt gelangen dem gebürtigen Memminger drei Tore und vier Vorlagen. Mittlerweile läuft Götze als verkappter Mittelstürmer auf, eine Rolle, die ihm durchaus zu liegen scheint. Ins Dortmunder Kombinationsspiel ist Götze ​wieder prächtig eingebunden


"Ich denke, dass ich der Mannschaft einen gewissen Wert geben kann, und dass der Trainer diesen auch schätzt", hob Götze hervor. In seiner rund neunjährigen Zeit als Profi hat der 63-fache Nationalspieler schon unzählige Erfahrungen gemacht, jetzt weiß er gelassener damit umzugehen: "Man lernt mit der Zeit viel dazu, mit den Erlebnissen, die man hat, gerade im jungen Alter. Mit den Jahren entwickelt man eine gewisse Gelassenheit. Man findet immer neue Situationen vor und muss damit umgehen. Es ist eine Eigenschaft, die ich mir angeeignet habe. Dass ich für mich schaue, dass ich das Beste aus meiner Situation mache – unabhängig von externen Faktoren."