​Hammer bei Tabellenschlusslicht ​1. FC Nürnberg. Am Montag war der Aufsichtsrat zu einer Sitzung zusammengekommen. Die dort beschlossene Maßnahme war dann für alle überraschend: Nicht Trainer Michael Köllner muss wegen der anhaltenden sportlichen Talfahrt des Aufsteigers seinen Hut nehmen - sondern Sportvorstand Andreas Bornemann.

Eben jener, der Köllner auch ​zuletzt öffentlich den Rücken gestärkt hatte und einmal sagte, man werde notfalls mit Köllner auch wieder in die Zweite Liga gehen. Nun erwischte es also den 47-Jährigen selbst, der seit September 2015 im Amt war.


Der Grund für die Trennung ist offenbar die zukünftige sportliche Ausrichtung und vor allem die Zukunft von Köllner. Man habe sich nicht auf einen "gemeinsamen Weg" verständigen können, heißt es in der offiziellen Stellungnahme des Aufsichtsrates.


Bornemann wollte offenbar weiter an Köllner festhalten, der Aufsichtsrat war sich dagegen mehrheitlich einig, dass eine Veränderung her muss. Mit dem Bornemann-Aus soll nun wohl die Entlassung von Köllner vorbereitet w Hier gibt es die komplette Stellungnahme:


"Wie viele unserer treuen Anhänger sind auch wir als Aufsichtsrat des 1. FC Nürnberg nicht zufrieden mit der sportlichen Situation, in der sich unser Verein gerade befindet. Vor allem der enttäuschende Auftritt im Pokalspiel beim Hamburger SV hat uns schwer getroffen. Dieses Spiel, gepaart mit der sportlichen Durststrecke in der Liga von 15 Begegnungen ohne Sieg, machte uns klar, dass wir als Gremium noch einmal einen genauen Blick auf die aktuelle Lage werfen und die momentane Situation erneut eingehend analysieren müssen. Natürlich sind wir uns bewusst darüber, dass die wirtschaftliche und sportliche Konsolidierung des 1. FCN über allem stehen muss. Doch gerade die sportlichen Ziele sehen wir durch die jüngsten Ereignisse und Ergebnisse stark gefährdet. Aus diesem Grund haben wir uns als Gremium dazu entschlossen, den bisherigen Sportvorstand Andreas Bornemann von seinem Amt zu entbinden. Leider konnten wir uns mit ihm nicht auf einen gemeinsamen Weg in die Zukunft, gerade auch in Bezug auf das Cheftraineramt verständigen. Wir möchten es nicht versäumen, Andreas Bornemann an dieser Stelle sehr herzlich für die geleistete Arbeit, insbesondere für seinen maßgeblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Konsolidierung und den Wiederaufstieg in die 1. Bundesliga, zu danken.“