Nachdem der ​FC Bayern durch seine Niederlage in Leverkusen den Ausrutscher ​Borussia Dortmunds mit dem Unentschieden gegen Eintracht Frankfurt nicht nutzen konnte, beträgt der Abstand zwischen den beiden nun sieben Punkte. Ex-BVB-Spieler Steffen Freund nennt seine Gründe für den Erfolg der Schwarz-Gelben.


Bei "100% Bundesliga - Fußball bei Nitro" erzählt Freund, der von 1993 bis 1998 dem Kader des BVB angehörte, dass es drei prägnante Gründe für ihn gebe, warum die Dortmunder am Ende der Saison die Nase vorne haben werden. Erstens ist der Mannschaft rund um Trainer Lucien Favre der Umbruch geglückt, während die Münchner sich schwertun und mit 27,7 Jahren nach wie vor den ältesten Kader der Bundesliga besitzen. 

BORUSSIA DORTMUND - HAMBURGER SV 1:1

Steffen Freund (l.) im BVB-Trikot, gemeinsam mit Matthias Sammer


Zweitens sind die Bayern mit durchschnittlich 214 Sprints pro Partie nicht auffällig gut, die Borussen mit 244 Sprints jedoch eines der Top-Teams der Liga. Der dritte Grund ist die Stabilität bei Kontern, die der BVB den Bayern voraus hat. Die Dortmunder "bekommen nur vier, Bayern München hat den Liga-Höchstwert mit sieben Gegentoren", analysiert Freud die beiden Meisterschaftsfavoriten.


Entscheidend ist jedoch auch noch ein weiterer Punkt: der Teamgeist. "Auffällig ist, dass Borussia Dortmund viel mehr Teamgeist hat. Alle Spieler feiern die Tore und man spürt, dass da ein Team ist, dass unbedingt den Titel will", erzählt Freund. "Die Bayern wirken anfällig. Sie sind nicht bereit, alles aus sich herauszuholen," so der Ex-Bundesliga-Profi weiter. Beim BVB ist die Siegermentalität diese Saison mehr zu spüren als beim FCB, weswegen für Freund klar ist, dass die Meisterschale dieses Jahr nach Dortmund geht.