​In Sachen Verletzungen ist der ​FC Schalke 04 in dieser Saison wahrlich nicht vom Glück verfolgt. Nach mehreren angeschlagenen Offensivspielern verletzte sich unlängst mit Benjamin Stambouli auch ein wichtiger Defensivspieler. Kurz vor Transferschluss reagierten die Knappen daher mit der Leihe von ​Jeffrey Bruma. Bei seinem neuen Klub will sich der Niederländer nun durchbeißen.


Dabei gab der Innenverteidiger in einem Gespräch mit der WAZ unumwunden zu, dass ein Wechsel zu den Königsblauen noch vor wenigen Wochen überhaupt kein Thema für ihn war. Vielmehr deutete vieles auf einen Deal mit dem dem FC Augsburg hin. Da sich sein bisheriger Arbeitgeber ​VfL Wolfsburg und die Fuggerstädter jedoch nicht einigen konnten, schnappten die Schalker am Ende zu. 

Jeffrey Bruma,Baba Rahman

Jeffrey Bruma (rechts) fühlt sich auf Schalke bereits sichtlich wohl


Diese überraschende Wende könnte sich nun auch für den Verteidiger auszahlen. Bei den Wölfen hatte der 27-Jährige in der Hinrunde einen schweren Stand und kam in keinem einzigen Pflichtspiel zum Einsatz. Die Luftveränderung tut dem Defensivspieler daher sichtlich gut und so bezeichnete der Neuzugang seinen Leihklub bereits jetzt als "geilen" Verein. Darüberhinaus rechnet sich der 25-fache niederländische Nationalspieler durchaus Chancen auf mehr Spielpraxis aus. "Schalke ist ein großer Verein und hat aktuell nur zwei Innenverteidiger. Ich glaube, dass ich hier gut hinpasse", so Bruma.


Dass der Neuzugang am vergangenen Wochenende gegen Borussia Mönchengladbach lediglich auf der Ersatzbank Platz nehmen durfte, überraschte ihn dennoch wenig. So ist der erfahrene Profi durchaus in der Lage, die Situation realistisch einzuschätzen und kann sich mit der Rolle als Back-up für das aktuell gesetzte Innenverteidiger-Duo aus Salif Sane und Matija Nastasic anfreunden. "Ich bin da, um als dritter Innenverteidiger zu helfen. Wenn ich gebraucht werde, bin ich da", so der ehrgeizige Profi. 

Domenico Tedesco,Jeffrey Bruma

Jeffrey Bruma will seinen Trainer Domenico Tedesco von sich überzeugen


Beim obligatorischen Medizincheck vor seinem Wechsel auf Schalke machte der Neuzugang bereits einen gute Figur und konnte unter Beweis stellen, dass er trotz der fehlenden Spielpraxis durchaus im Saft steht. Vorerst ist der Rechtsfuß bis zum Saisonende ausgeliehen, kann er bis dahin überzeugen, könnten die Schalker von einer Kaufoption in Höhe von 3,5 Millionen Euro Gebrauch machen. 


An Selbstvertrauen mangelt es dem Holländer jedenfalls nicht. "Ich weiß, was ich kann und will meine Chance nutzen, wenn ich sie bekomme. Alles weitere werden wir dann erst im Sommer besprechen", so der Neu-Schalker.