​​Eintracht Frankfurt bleibt mit einem 1:1-Unentschieden gegen Tabellenführer Borussia Dortmund auf Kurs. Einen Anteil daran hatte auch ​Neuzugang Martin Hinteregger, der nach seinem Wechsel aus Augsburg direkt in der Startelf stand. Im Zuge der Bundesliga-Spitzenpartie erklärte Fredi Bobic die kurzfristige Entscheidung für den umstrittenen Innenverteidiger.


"Da ist keine Entwicklung. Ich kann nichts Positives über ihn sagen und werde auch nichts Negatives sagen.” Mit dieser scharfen Aussage über Augsburg-Trainer Manuel Baum manövrierte sich Martin Hinteregger vor gut einer Woche beim FCA ins Abseits. Nachdem der Österreicher - völlig zurecht - von der ersten Mannschaft der Fuggerstädter ausgeschlossen wurde, schlug Eintracht Frankfurt zu und verpflichtete Hinteregger auf Leihbasis für den Rest der Saison.


Beim Spitzenspiel gegen Borussia Dortmund stand der Skandal-Profi gleich in der Startelf und rechtfertigte das Vertrauen seines neuen Trainers mit einer ordentlichen Leistung. Dass der Österreicher nur eine Woche nach seiner moralisch fragwürdigen Aussage bereits wieder Bundesliga-Luft schnuppern darf, ist eine umstrittene Entscheidung der SGE-Verantwortlichen. Fredi Bobic bezog im Rahmen der Partie gegen den BVB Stellung zum umstrittenen Transfer.

"Er ist ein gestandener Fußball-Profi und kennt die Bundesliga in und auswendig. Er hat ja in Augsburg auch bisher alle Spiele in dieser Runde gemacht. Uns hilft das natürlich jetzt, wo David Abraham sich verletzt hat. Ich kann die Form, in der er das in Augsburg gesagt hat, auch nicht gut heißen. Das weiß er aber auch selbst", sagte Bobic am Sky-Mikrofon. 


Bobic will Hintereggers Verhalten beim FC Augsburg in Frankfurt nicht zum Thema machen und stattdessen seinen Profit daraus ziehen. Durch die Verletzung von Kapitän Abraham hatte die Eintracht Handlungsbedarf in der Innenverteidigung und konnte sich mit Martin Hinteregger einen exzellenten Ersatz angeln, der nun ein halbes Jahr Zeit hat, um sich auch nachhaltig in Frankfurt zu empfehlen. Dass Fredi Bobic bei dieser Möglichkeit ein (moralisches) Auge zugedrückt hat, ist absolut nachvollziehbar.