Übermorgen endet die ​Winter-Transferperiode. Gut möglich, dass bis dahin noch etwas Bewegung in den Kader des ​Hamburger SV kommt, denn Leo Lacroix (26) steht vor dem Absprung. Eine Abgabe des Innenverteidigers macht aus Sicht des Vereins Sinn, zumal mit Gideon Jung (24) gerade erst wieder ein  Langzeitverletzter in das Mannschaftstraining zurückgekehrt ist und wohl auch morgen gegen den SV Sandhausen (20.30 Uhr) auflaufen wird.


Zuletzt hatte Lacroix zusammen mit seinen Kollegen die Sekunden beim 2:1-Sieg in Ingolstadt von der Uhr genommen. Das war am ersten Dezember vergangenen Jahres. In den drei darauffolgenden Spielen (gegen Paderborn, in Duisburg und in Kiel) kam der Schweizer mit franco-brasilianischen Wurzeln nicht mehr zum Einsatz.


Insgesamt kam der 1,97 Meter- Hüne auf acht Einsätze für die Rothosen, bei denen er fünfmal über die volle Distanz auf dem Platz stand. Aber so richtig konnte er eigentlich nie überzeugen. Seine bitterste Stunde erlebte er (wobei nicht nur er allein!) beim 0:5-Debakel zuhause gegen Regensburg (damals gab´s vom kicker die Note 6). Anscheinend gab Trainer Titz ihm damals eine Hauptschuld am Defensiv-Chaos der Hamburger, denn in den folgenden drei Spielen kam Lacroix gar nicht mehr zum Einsatz. Zwar stabilisierten sich seine Leistungen in den dann folgenden Wochen etwas, doch eine wirkliche Sicherheit oder gar Souveränität konnte er seinem Spiel nie verleihen


Zwei, drei Aussetzer waren in jeder Partie zu vermelden. Nur logisch, dass man ihm von HSV-Seite jetzt keine Steine in den Weg legt. Zumal sich das Lazarett der Hamburger beinahe wöchentlich leert. Mit Gideon Jung ist eines der Sorgenkinder (neben Jairo und Papadopoulos) schon seit zwei Wochen wieder im Mannschaftstraining, und eröffnet Trainer Hannes Wolf neue Perspektiven bei der Gestaltung des Defensivverbundes. Sollte auch die Genesung des Griechen voranschreiten wie bisher, hätte der HSV in absehbarer Zeit wieder fünf gelernte Innenverteidiger zur Verfügung - das ist genau einer zuviel. 


Leo Lacroix darf also gehen. Wohin es den sympathischen Defensivspezialisten verschlägt, ist noch nicht bekannt. Angebote soll es, unter anderem, aus Englands Zweiter Liga, aus Deutschland, der Schweiz und - aus Brasilien geben. Spätestens Donnerstagabend wird man Klarheit in dieser Personalie haben. ​