Im vergangenen Jahr war Stürmer Divock Origi vom ​FC Liverpool in die Bundesliga zum ​VfL Wolfsburg verliehen worden. Wie das Fachmagazin kicker nun berichtete, sollen die Wölfe für das einjährige Leihgeschäft besonders tief in die Tasche gegriffen haben.


Als Divock Origi im Spätsommer 2017 zum VfL Wolfsburg wechselte, hatte man am Mittellandkanal gehofft, einen echten Coup gelandet zu haben. Zunächst sah das Geschäft auch gar nicht schlecht aus. In seinen ersten neun Einsätzen für die Wölfe erzielte der belgische Nationalspieler immerhin vier Tore und bereitete einen weiteren Treffer vor.


Dann aber stagnierte der 23-Jährige, es folgten in 21 weiteren Auftritten nur noch zwei weitere Buden. Erst in der Relegation gegen Holstein Kiel drehte er mit einem Tor und einer Vorlage im Hinspiel beim 3:1 noch mal auf, mehr aber kam nicht. Nun hat der kicker die Summe veröffentlicht, die die Niedersachen nach England zum FC Liverpool überwiesen haben.


Die Rede ist von 16 Millionen Euro, die die Wölfe an die Mersey überweisen mussten. Dabei ging es, es sei nochmals betont, nur um ein Leihgeschäft. Der VfL hatte weder eine Kaufoption noch sonstige Handhabe beim belgischen Offensivmann.


Damit dürfte Origi der wohl teuerste Leihspieler der Welt gewesen sein, denn damit lag er sogar vier Millionen Euro über seinem damaligen Marktwert, der zum Zeitpunkt des Wechsels als auch über die komplette Voraison hinweg bei zwölf Millionen Euro lag.


Sollte die Summe tatsächlich so stimmen, wird man bei den Wölfen wohl gerne den Mantel des Schweigens über dieses Geschäft hüllen wollen, während sie sich an der Anfield Road noch heute auf die Schenkel klopfen dürften ob solcher tatsächlich gezahlten Summen - auch wenn dabei wohl das (üppige) Gehalt mit einberechnet war.


Origi selbst kehrte im Sommer zurück nach Liverpool, wo er bisher nur unter ferner liefen geführt wird. Der Angreifer, der 26-mal für Belgiens Nationalmannschaft auflief, hat in dieser Spielzeit nur sechs Pflichtspiele absolviert, dabei drei Treffer erzielt und zwei Tore vorbereitet. Allerdings sind drei der fünf Scorerpunkte gegen unterklassige Gegner zustandegekommen. Lediglich im Stadtderby gegen Everton hatte er mit seinem Siegtreffer einen großen Auftritt.