​Borussia Dortmund konnte sich auch im zweiten Spiel der Rückrunde schadlos halten und thront in der Bundesliga noch immer auf dem ersten Tabellenplatz. Nach Ansicht des ehemaligen BVB-Torhüters ​Roman Weidenfeller, ist dabei auch ​Sebastian Kehl in seiner neuen Funktion als Leiter der Lizenspielerabteilung eine wichtiger Faktor für den Siegeszug der Borussen.


Nicht wenige Experten hatten vor der Saison dabei noch leichte Zweifel geäußert, inwiefern die Dortmunder einen weiteren Mitarbeiter auf der Funktionärsebene benötigen. Hans-Joachim Watzke und Michael Zorc hatten sich zuvor schließlich als eingespieltes Duo erwiesen und auch Matthias Sammer sollte als externer Berater seine Expertise einbringen. Mit Sebastian Kehl präsentierten die Klub-Bosse dennoch einen neuen Leiter der Lizenspielerabteilung. Der Erfolg gibt den Verantwortlichen bislang recht.

So war zuletzt auch Sportdirektor Michael Zorc voll des Lobes für seinen neuen Partner und attestierte dem ehemaligen BVB-Kapitän gegenüber Sport1 eine schnelle Auffassungsgabe und unterstrich die wachsende Bedeutung des 38-Jährigen. Auch Roman Weidenfeller, seines Zeichens langjährige Nummer Eins im Kasten der Borussen, war sich nun auf Nachfrage von Sport1 sicher, dass der ehemalige Mittelfeldspieler eine hervorragende Ergänzung für die Borussia ist.


"Sebastian ist der richtige Mann auf der richtigen Position. Ich habe viele Jahre gemeinsam mit ihm gespielt, er ist ein ganz toller Charakter und Mensch", so der 38-Jährige. Dabei betonte der Ex-Profi, dass Kehl sowohl auf menschlicher, aber auch auf fachlicher Ebene zu überzeugen wisse. So könne der Deutsche "Spieler einfangen" und ihnen den richtigen Weg weisen. "Ich drücke natürlich immer die Daumen und bin überzeugt: Mit Sebastian Kehl wird es beim BVB auf Dauer positiv laufen", so der ehemalige Nationalspieler.

Sebastian Kehl

Sebastian Kehl weiß auch abseits des grünen Rasens zu überzeugen


Im Sport1 Doppelpass machte der auf Funktionärsebene noch recht unerfahrene Kehl am Sonntag eine gute Figur und gab dabei auch einige Einblicke in das Innenleben des BVB. Dabei betonte der gebürtige Fuldaer, dass er nicht davor zurückschrecke, seine Meinungen auch gegenüber den Klub-Bossen zu vertreten. "Das passiert schon des Öfteren, wenn wir uns zusammensetzen. Ich bin nicht der Typ, der zu allem 'Ja und Amen' sagt und das ist wichtig." Eben jene Reibungen und die daraus entstandene Diskussionskultur dürfte daher ein großes Puzzleteil auf dem Weg zur erhofften Meisterschaft sein. So mancher Konkurrent könnte sich davon mit Sicherheit eine Scheibe abschneiden.