​Am Wochenende musste sich der ​VfB Stuttgart dem FC Bayern München mit 1:4 geschlagen geben. Dabei machte Kapitän Christian Gentner in der Mittelfeldzentrale zwar sein wohl bestes Spiel der Saison, dennoch gilt die Schaltzentrale der Schwaben als eine der größten Schwächen des Abstiegskandidaten. Mit ​Omar Mascarell vom ​FC Schalke 04 sollen die Stuttgarter nun jedoch eine potenzielle Lösung ausgemacht haben.


Gegen die Bayern setzte Trainer Markus Weinzierl auf eine Doppelsechs. Am zweikampfstarken Santiago Ascacibar führte dabei auch in dieser taktischen Variante kein Weg vorbei, auch wenn der junge Argentinier seiner Form aus der Vorsaison noch hinterherläuft. Auch die Leistungen von Christian Gentner und dem ebenfalls häufig eingesetzten Dennis Aogo ließen in der aktuellen Spielzeit unterm Strich noch arg zu wünschen übrig. 


Um auch aus der Spielmitte heraus Impulse zu setzen und nicht zu sehr vom Flügelspiel abhängig zu sein, würde den Schwaben daher definitiv ein neuer, spielstarker Mittelfeldspieler gut tun.

Christian Gentner,Santiago Ascacibar

Die Stuttgarter Zentrale wusste bislang nicht immer zu überzeugen


Sportvorstand Michael Reschke sondiert daher bereits seit Wochen intensiv den Transfermarkt. Wie der kicker berichtet, soll der erfahrene Funktionär dabei nun ein Auge auf Omar Mascarell geworfen haben. Der Spanier wechselte im Sommer 2016 für gerade einmal eine Million Euro von Real Madrid zu Eintracht Frankfurt und konnte dort unter Beweis stellen, dass er in der Lage ist, ein Spiel zu gestalten. Zwei Jahre später zogen die Madrilenen eine Rückkaufoption in Höhe von vier Millionen Euro, spekulierten aber darauf, den Spieler erneut gewinnbringend abzugeben.


Dabei mussten sich die Königlichen nicht lange gedulden. Durch die starken Leistungen bei den Adlern hatte sich Mascarell schließlich in der Bundesliga längst einen guten Ruf erarbeitet. Am Ende erhielt der FC Schalke 04 den Zuschlag und der zentrale Mittelfeldspieler wechselte für stolze zehn Millionen Euro Ablöse zum amtierenden Vizemeister. Bei den Knappen konnte sich der 25-Jährige unter Trainer Domenico Tedesco bislang aber nicht durchsetzen und kam so nur auf vier Ligaeinsätze. Auch in der Rückrunde musste der ehrgeizige Sechser bislang stets auf der Ersatzbank schmoren und ist mit seiner aktuellen Situation alles andere als zufrieden.

Omar Mascarell

Omar Mascarell brennt auf mehr Einsatzzeiten


Dem Vernehmen nach würden die Schalker ihrem Sommer-Transfer bei einem angemessenen Angebot daher keine Steine in den Weg legen. Die Stuttgarter peilen angeblich eine Leihe bis zum Saisonende an. Darüberhinaus wollen sich die Schwaben unbedingt auch eine Kaufoption sichern. Von außen betrachtet sieht es nach einer klassischen Win-Win-Win-Situation aus. Unklar ist dabei jedoch, ob Mascarell einen Wechsel in den Abstiegskampf in Erwägung zieht. Die Aussicht auf mehr Spielpraxis könnte jedoch überzeugend sein.