Im Januar wechselte Naldo von einem krisengebeutelten Verein zum nächsten. Der Innenverteidiger verließ den FC Schalke und schloss sich der AS Monaco an, die sich in der Ligue1 mit mageren 15 Punkten auf einem direkten Abstiegsplatz befindet. Bei der jüngsten Niederlage kassierte er seinen zweiten Platzverweis im dritten Spiel und sorgte damit für ein Novum im französischen Fußball.​  


Vor einem Jahr war Naldo im Dress des S04 noch Stammspieler, galt als Abwehrchef und war unter Domenico Tedesco klar gesetzt. Doch schon in der abgelaufenen Hinrunde zeigte die Formkurve des Routiniers nach unten, weshalb er immer öfter auf der Bank Platz nehmen musste.


In Monaco war er unter Thierry Henry, der mittlerweile wieder suspendiert und durch Vorgänger Leonardo Jardim ersetzt wurde, auf Anhieb gesetzt. Doch statt dem französischen Meister von 2017 wieder in die Erfolgsspur zu helfen, erlebte Naldo in seinen ersten Wochen im Fürstentum ein wahres Fiasko.


Bei seiner Heimpremiere gegen Racing Straßburg - seinem zweiten Einsatz in der Liga überhaupt - wurde er bereits nach gut sieben Minuten des Feldes verwiesen. Die Sperre saß Naldo in der Coupe de France ab, doch am gestrigen Samstag folgte die nächste Enttäuschung: Beim 0:2 gegen den FCO Dijon griff Naldo als letzter Mann gut 30 Meter vor dem eigenen Strafraum zu einer Notbremse. Zwar spielte er auch den Ball, doch der Schiedsrichter entschied in der 61. Minute auf Glattrot.

Zwei Platzverweise in drei Spielen sind wahrlich historisch. Naldo ist der erste Spieler in den vergangenen 30 Jahren, dem so etwas widerfährt. Wie lange er diesmal fehlen wird, ist nicht bekannt. Doch ob Leonardo Jardim nach seiner Rückkehr wie Vorgänger Henry auf ihn setzen wird, oder ob die Nachwuchstalente Benoit Badiashile und Jonathan Panzo eine Chance erhalten, ist ungewiss. Nichtsdestotrotz feierte Naldo alles andere als einen erfolgreichen Einstand bei seinem neuen Arbeitgeber.

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