Ralf Rangnick

Nach Wolf-Transfer: Diese RB-Spieler wechselten bisher von Salzburg nach Leipzig

Der Nächste, bitte: Im Sommer wird Hannes Wolf RB Salzburg nach zwei Jahren verlassen und sich RB Leipzig anschließen. Der 19-jährige offensive Mittelfeldspieler spielte seit der U16 in Salzburg, wagte den Zwischenschritt zum Ausbildungsverein FC Liefering und wagt nun den Sprung in die deutsche Fußball-Bundesliga.


Damit ist er wahrlich nicht alleine. Regelmäßig beziehen die Leipziger ihre Neuzugänge vom österreichischen Serienmeister, der speziell vor einigen Jahren wiederum als Ausbildungsverein für den aktuellen Tabellenvierten der Bundesliga galt. 


Wolf wird bereits der 16. Akteur, der diesen Weg gegangen ist. Im Folgenden präsentieren wir daher die 15 Vorgänger, von denen sich nur wenige behaupten konnten. 

1. Roman Wallner

Roman Wallner war im Januar 2012 der erste Spieler, der den Sprung von RB Salzburg zu RB Leipzig wagte. Der Mittelstürmer absolvierte in seinem Intermezzo insgesamt 16 Partien in der Regionalliga Nordost, erzielte dabei sechs Tore und ging noch im Sommer zurück in seine österreichische Heimat zum FC Wacker Innsbruck. Aktuell läuft er für den Drittligisten FC Grödig auf.

2. Georg Teigl

Es dauerte exakt zwei Jahre, ehe Georg Teigl im Januar 2014 als zweiter Akteur nach Leipzig ging. Der Abwehrspieler gehörte im ersten Zweitliga-Jahr zum Stammpersonal, musste dann jedoch immer wieder auf die Bank weichen und wechselte zum FC Augsburg, wo sie derzeit keine Verwendung für ihn finden. 

3. Stefan Hierländer

Auch Stefan Hierländer sollte lediglich seinen Teil dazu beitragen, den Verein in die Bundesliga zu führen. Der Mittelfeldspieler verbrachte zwei Jahre in Leipzig, ging im Sommer 2016 allerdings zurück nach Österreich und schloss sich Sturm Graz an. In insgesamt 24 Partien für die Sachsen konnte er selten auf sich aufmerksam machen.

4. Thomas Dähne

Thomas Dähne verbrachte lediglich die Saison 2014/15 am Cottaweg. Der Torhüter war zwischenzeitlich hinter Fabio Coltorti die Nummer zwei, wurde dann allerdings zur Nummer drei degradiert und zog weiter nach Finnland. Nach drei Jahren beim HJK Helsinki wechselte er im Sommer zu Wisla Plock, wo er regelmäßig zwischen den Pfosten steht.

5. Yordy Reyna

Yordy Reyna wechselte im Januar 2015 leihweise nach Leipzig, konnte in dem halben Jahr allerdings nicht überzeugen. Der Angreifer, der zuvor elf Tore in 19 Partien für RB Salzburg erzielte, traf in der zweiten Bundesliga lediglich ein einziges Mal und wurde dementsprechend nicht fest verpflichtet. Mittlerweile ist er für die Vancouver Whitecaps aktiv. 

6. Rodnei

Die Karriere von Rodnei nahm in Deutschland ein jähes Ende. Der frühere Innenverteidiger von Hertha BSC Berlin und dem 1. FC Kaiserslautern wechselte 2012 zu RB Salzburg, ging zweieinhalb Jahre später nach Leipzig und verbrachte dort lediglich fünf Monate. Nach sieben Einsätzen wechselte er zu 1860 München, war jedoch von Februar 2017 bis Januar 2018 vereinslos und steht nach einem Intermezzo bei Blau-Weiß Linz wieder ohne Arbeitgeber da.

7. Nils Quaschner

Auch Nils Quaschner entfaltete nicht die Wirkung, die sich die Verantwortlichen bei dem Transfer erhofft hatten. Der Angreifer erzielte lediglich ein Tor für die Leipziger, ging im Sommer 2016 für ein Jahr zum VfL Bochum und ist seit der Saison 2017/18 für Arminia Bielefeld auf Torejagd.

8. Stefan Ilsanker

Einer, der sich behaupten konnte, ist Stefan Ilsanker. Der Defensiv-Allrounder wechselte vor dreieinhalb Jahren für drei Millionen Euro nach Leipzig und absolvierte seitdem 116 Pflichtspiele. Auch in dieser Saison kommt er regelmäßig zum Einsatz, doch die Konkurrenz wird immer größer.

9. Peter Gulacsi

Ein Volltreffer war die Verpflichtung von Peter Gulacsi. Einst beim FC Liverpool ausgebildet, zog es ihn 2013 nach Salzburg, nur zwei Jahre später zum Schwestern-Verein aus Leipzig. Mittlerweile ist er einer der besten Torhüter der Bundesliga, stellt sein Können regelmäßig unter Beweis und ist nicht mehr aus dem Kasten der Leipziger wegzudenken. 

10. Benno Schmitz

Benno Schmitz, der nach seiner Ausbildung in der Nachwuchsabteilung über Salzburg nach Leipzig wechselte, verbrachte lediglich zwei Jahre am Cottaweg. Der Außenverteidiger absolvierte lediglich 19 Pflichtspiele, 16 davon in seiner ersten Saison. Mittlerweile ist er für den 1. FC Köln aktiv, doch auch dort kommt er nur spärlich zum Einsatz. 

11. Naby Keita

Ein finanziell rentabler Transfer war der von Naby Keita. Der Mittelfeldspieler wechselte für 29,75 Millionen Euro die Seiten, war in seinem ersten Bundesliga-Jahr einer der besten Akteure der Liga und zog das Interesse vieler Top-Klubs auf sich. Im Sommer wechselte er für stolze 60 Millionen Euro zum FC Liverpool.

12. Bernardo

Auch Bernardo spielt mittlerweile in der Premier League. Der variable Abwehrspieler wechselte nach Leipzigs Aufstieg in die Bundesliga zu den Sachsen, blieb gegen Marcel Halstenberg und Lukas Klostermann jedoch im Hintertreffen und kam vor allem in seinem letzten Halbjahr nur selten zum Zug. Im vergangenen Sommer wechselte er dennoch für zehn Millionen Euro zu Brighton & Hove Albion.

13. Dayot Upamecano

Auch Dayot Upamecano gehört zu den Spielern, die voll eingeschlagen sind. Der französische Innenverteidiger überzeugte rasch, kommt seit Januar 2017 daher auf 73 Partien für RB Leipzig und wurde immer wieder mit einem Wechsel zu einem Top-Klub in Verbindung gebracht. Der 20-Jährige steht allerdings noch bis 2021 unter Vertrag, fehlt aktuell jedoch aufgrund einer Knorpelquetschung.

14. Konrad Laimer

Vor anderthalb Jahren war Konrad Laimer der vorerst letzte Salzburger-Akteur, der den Sprung nach Leipzig wagte. Dort entpuppte sich der 21-Jährige als Allrounder, der nahezu jede Position im Mittelfeld bekleiden und zudem als Rechtsverteidiger agieren kann. Bislang sammelte er 53 Einsätze für RB, Tendenz steigend. 

15. Amadou Haidara

Monatelang war der Transfer von Amadou Haidara nur eine Frage der Zeit, ehe er nach der Hinrunde offiziell wurde. Der zentrale Mittelfeldspieler wurde bereits im Sommer als Nachfolger von Naby Keita auserkoren, wechselte damals allerdings - wohl aufgrund der Auslosung in der Europa League, da Salzburg und Leipzig in der Gruppenphase aufeinandertrafen - noch nicht zum Schwestern-Verein. Nun ist er in Deutschland angekommen, erholt sich allerdings von einem Kreuzbandriss.