In Krisenzeiten hielt Borussia Dortmund ihm die Treue, momentan zeigt Roman Bürki Woche für Woche ​starke Leistungen. Für seine Entwicklung bekam der Schweizer nun ein Sonderlob von Sebastian Kehl.


"Roman passt sportlich und menschlich hervorragend zu ​Borussia Dortmund. Wir mögen seinen Spielstil, sehen bei ihm ein großes Entwicklungspotenzial und gehen fest davon aus, dass er das, was in ihm steckt, schon bald wieder konstant abrufen wird." So zitierte der BVB seinen Sportdirektor Michael Zorc im Oktober 2017, als der Vertrag mit Torwart Roman Bürki vorzeitig bis 2021 verlängert wurde. 


Diese Verlängerung war ein Zeichen des Vertrauens in den eigenen Schlussmann, als der eine schwierige Phase erlebte. Der BVB war unter Peter Bosz gerade dabei, in die Krise zu schlittern, und Bürki hatte erst wenige Tage zuvor bei einem 1:1 in der Champions League in Nikosia zum wiederholten Male gepatzt. "Es stimmt, er hat gepatzt. Das weiß er selbst. Aber er hat uns schon oft geholfen. Jetzt muss die Mannschaft für ihn da sein", sagte Bosz damals. 

Roman Buerki

Roman Bürki wechselte 2015 vom ​SC Freiburg nach Dortmund


Der Klub jedenfalls hielt dem heute 28-Jährigen die Treue - und das hat sich definitiv ausgezahlt. Schon in der vergangenen Rückrunde steigerte sich Bürki merklich und wurde wieder zu einem sicheren Rückhalt, in der aktuellen Saison ist er statistisch und auch sichtbar einer der besten Keeper der Bundesliga. Er habe sich entwickelt und aus seinen Fehlern gelernt, berichtete der neunmalige Schweizer Nationalspieler nach dem Leipzig-Spiel vor einer Woche.


Der selben Meinung ist Sebastian Kehl, Leiter der Lizenzspielerabteilung des BVB: "Roman ist reifer geworden, in seiner Persönlichkeitsstruktur gewachsen, er hat Top-Grundlagen und ist extrem fokussiert", sagter der Ex-Kapitän im kicker und verwies auf die Szene vergangene Woche in Leipzig, als Bürki ausrutschte, den Ball verlor und seinen Fehler selbst wieder ausbügelte. 



Zur neuen, besseren Fokussierung dürfte auch die Entscheidung, nicht mehr für die Nationalmannschaft spielen zu wollen, beigetragen haben. Die Dortmunder jedenfalls werden nichts dagegen haben, vor allem nicht bei diesen Leistungen. Das Vertrauen weiterhin in Bürki zu setzen und ihn mit einem neuen Konkurrenten anzustacheln waren richtige Entscheidungen der Schwarz-Gelben - der einzige Verlierer ist ​Marwin Hitz.