​Sandro Schwarz dürfte es momentan richtig gut gehen: Auch wenn es am Ende noch einmal knapp wurde, ist der Rückrundenauftakt mit einem Sieg seines ​FSV Mainz beim ​VfB Stuttgart geglückt, mit dem wieder komplett fitten Moussa Niakhate und dem Rückkehrer Danny Latza hat der Coach zudem die Qual der Wahl, wen er am kommenden Samstag beim Duell mit dem ​1. FC Nürnberg aufstellen wird. 


Die Mainzer gehen gegen den Tabellenletzten in etwas ​ungewohnter Favoritenrolle an den Start. "Ich weiß, dass natürlich unter der Woche darüber geredet wird, dass nun ein Sieg Pflicht ist", sagte Schwarz auf der Pressekonferenz und er könne dies auch nachvollziehen, aber "sobald der Schiri anpfeift, interessiert es keinen mehr, wie die Tabelle aussieht." Bei der Wahl seiner Aufstellung ließ sich der 40-Jährige nicht in die Karten gucken. An einigen Stellen sei es "in jedem Fall eine schwierige Entscheidung" und er wolle noch die letzten Eindrücke aus dem Training einfließen lassen.


Im Tor hat sich Florian Müller nach seiner Verletzung, die ihn die zweite Hälfte der Hinrunde kostete, den Stammplatz von Robin Zentner zurückgeholt und wird auch gegen Nürnberg wieder beginnen. Vor ihm schloss Schwarz durch die Rückkehr von Niakhate, der gegen Stuttgart noch geschont wurde, auch eine Dreierkette nicht aus - doch so gut, wie das 4-4-2 mit Raute zuletzt lief, wird es wohl eher dabei bleiben.


Dementsprechend muss der Mainzer Trainer eine Entscheidung treffen: Spielt in der Innenverteidigung neben Stefan Bell erneut der beim VfB starke Alexander Hack oder kehrt Niakhate in die erste Elf zurück? Aufgrund der überragenden Leistungen in der Hinrunde wahrscheinlich letzteres. Auf den Außenbahnen dürften wie üblich Aaron Martin (links) und Daniel Brosinski beginnen.


Im Mittelfeld wird es Schwarz ebenfalls nicht einfach gemacht: Dreiviertel der Raute dürften wie üblich von Jean-Philippe Gbamin, Pierre Kunde Malong und Jean-Paul Boetius bekleidet werden, doch auf einer der Halbpositionen streiten sich Levin Öztunali und Danny Latza um einen Startelf-Platz. Letzterer fehlte in der vergangenen Woche verletzt, gehörte davor seit dem neunten Spieltag aber stets zum Stammpersonal - so wahrscheinlich auch am Samstag.


Im Angriff haben sich Robin Quaison und Jean-Philippe Mateta mittlerweile etabliert und werden mit ziemlicher Sicherheit auch gegen den Club von Beginn an auflaufen. Beide kamen gut in die Rückrunde: Quaison legte in Stuttgart ein Tor auf, Mateta traf selbst und ist mit sechs Saisontoren Mainz' bester Schütze.


Die mögliche Startelf im Überblick: