​Zwar lief der Rückrundenauftakt für den ​VfL Wolfsburg nicht wie geplant, dennoch hoffen die Niedersachsen weiterhin auf eine Endplatzierung auf den europäischen Rängen. Um dieses ambitionierte Ziel zu erreichen, müssten die Wolfsburger jedoch voraussichtlich noch einmal auf dem Transfermarkt nachlegen. Eine Anordnung von Geschäftsführer Jörg Schmadtke bremst die Planspiele von Trainer ​Bruno Labbadia aber aus.


Der Kader der Wolfsburger ist weiterhin mit einigen Akteuren gespickt, die von Cheftrainer Bruno Labbadia längst aussortiert wurden. So machte der erfahrene Fußballlehrer auch gegenüber dem kicker keinen Hehl daraus, dass man Spieler wie Jeffrey Bruma, Paul-Georges Ntep und Marvin Stefaniak am liebsten noch in diesem Winter von der Gehaltsliste streichen würde.

Joerg Schmadtke

Jörg Schmadtke muss auf das finanzielle Gleichgewicht des VfL achten


Die Suche nach potenziellen Abnehmern für das Trio gestaltete sich zuletzt jedoch äußerst zäh, zumal auch die Spieler selbst wenig Anstalten machten, einen Wechsel aktiv einzuleiten. Dabei spielt auch ein Umdenken in der Vereinsführung eine große Rolle. Laut Informationen des kicker, war es beim VfL einst Gang und Gebe aussortierte Spieler auszuzahlen und so schnell für Platz im Kader zu sorgen. Da die Wolfsburger so das ein oder andere Minusgeschäft fabrizierten, schob Geschäftsführer Jörg Schmadtke nach seiner Amtsübernahme diesen Machenschaften jedoch einen Riegel vor. Da der VW-Konzern zuletzt immer weniger Geld in den VfL pumpte, ist schließlich auch in der Autostadt nun vernünftiges Wirtschaften angesagt.


Gegenüber dem kicker räumte Labbadia daher ein, dass es angesichts des aktuell schon großen Kaders schwer sei, einen neuen Spieler zu verpflichten. Zunächst gilt es also durch weitere Abgänge etwas Luft im Kader zu schaffen. Der ehemalige Angreifer hofft dabei darauf, dass die Aussicht auf mehr Einsätze die aussortierten Spieler doch noch zu einem Wechsel animieren wird. "Das sind Dinge, die jeder Spieler für sich entscheiden muss. Ich persönlich wollte immer spielen. Wir müssen abwarten, ob noch etwas passieren könnte in dieser Woche", so der 52-Jährige.

Bruno Labbadia

Bruno Labbadia hofft auf einen Winterzugang für die Offensive


Dabei stecken die Wolfsburger vor allem in der Offensive in der Bredouille. Admir Mehmedi zeigte sich zuletzt recht verletzungsanfällig und auch ​Daniel Ginczek fällt aufgrund eines Bänderrisses im Sprunggelenk noch mehrere Wochen aus. "Wir wissen, dass wir in diesem Bereich eine dünne Decke haben. Wenn uns die Spieler ausfallen, die Tore schießen können, wäre das ein Problem. Wir müssen es mit dem Kader lösen, den wir haben", so der besorgte Coach.